Auf
dem Chatuck-Weekend-Market
Es empfahl sich auch und gerade, sich
ordentlich auszuruhen, da wir am nächsten Tag zum Chatuchak-Weekend-Market
wollten. Auf diesen Markt war ich schon heiß, da ich viel
darüber gehört und gelesen hatte. Außerdem betrieb
Suthiwas Schwester dort einen weiteren Shop, der natürlich
besucht und gewürdigt werden musste.
Bevor wir uns aufgemacht haben, sind
wir noch ins little Garden-Restaurant eingekehrt (ist eine Restaurant-Kette)
und haben das Family-Menü für 199 Baht genossen.
Den Markt haben wir per BTS angesteuert,
praktischerweise ist direkt am Eingang dort eine Haltestelle.
Was mir beim Aussteigen, der BTS war gut gefüllt, sofort
auffiel war die unglaublich große Menschenmasse, die sich
zu und von dem Areal bewegte. Der Markt selbst ist wie ein riesiges
Stadion in Ameisenhaufenform gegliedert. Er ist in mehrer Sektionen
gegliedert, es gibt auch einen Plan, wo (wie?) man sich orientieren
kann. Es gibt Möbel und Haushaltswaren, Lebensmittel, Textilien,
Tiere (tote und lebendige) und Menschen, Menschen überall.
Es gibt Gänge und Quergänge, nicht die Rundgänge
zu vergessen. Die gab es aber glaube ich nur bei mir, wenn ich
mal wieder feststellen musste, dass ich in der Runde marschiert
bin. Ich weis nicht wie Suthiwa sich orientiert hat, aber sie
hat auf jeden Fall den Shop der Schwester gefunden. Die Bezeichnung
Shop bei diesem Markt ist etwas hoch gegriffen. Es sind meist
vergitterte Zellen 2x2 m oder in ähnlichen Dimensionen
, ein paar Strahler versuchen die Waren in rechtes Licht zustellen
und die Verkäufer(innen) harren der Interessenten. Natürlich
musste ich sämtlichen Verkäufern der Nachbarstände
vorgezeigt werden. Foto hier und da. Mittlerweile war meine
Kondition im roten Bereich angelangt, netterweise bekam ich
einen der kleinen Plastikschemel unter den Allerwertesten geschoben
und ein Ventilator versuchte mich zu trocknen.
Dann ging es weiter, wo nahm Suthiwa
nur die Kondition her, und warum schwitzt die kaum? Wir waren
insgesamt so um die 4 Stunden auf dem Markt und glaubt mir,
ich habe mit Sicherheit nicht alles gesehen. Man sollte den
Markt unbedingt besuchen, aber nicht gleich am ersten oder zweiten
Tag. Am Schluß schwankte ich zwischen Hysterie und Ohnmacht.
Ich konnte mich gerade noch zum BTS schleppen. Unterwegs sah
ich eine Touri-Frau, die sich mit Mühe am Treppengeländer
festhielt und von ihrem Begleiter getröstet wurde. Schien
ihr ähnlich zu gehen wie mir...
Looking for massage – but no massage?!
Als wir dann an unserer Station ankamen
goss es aus Kübeln. Auch das noch; alles was ich jetzt
brauchte war eine Oil-Massage. Ich hatte höllische Schmerzen
im Rücken und meine Füße kochten. Also durch
den Regen zum Hotel, kurz duschen und dann zur Massage im „Trinity-Komplex
gegenüber. Im 9. Stock war die Massage-Abteilung. Nur noch
wenige Augenblicke trennten mich vom Paradies. Angekommen wurden
wir freundlich empfangen. Massage? „Oh sorry impossible,
have no staff, because it is sunday“ Langsam fing ich
an zu kochen und meine Gleichmütigkeit schwand. Nur nicht
platzen, nicht den Farang herausbrechen lassen...
Eh-Eh hatte die Idde die Straße hinunter zu gehen um in
der Gegend nach einem geeigneten Ort der Entspannung zu suchen,
kann ja nicht weit sein in Bangkok gibt es doch an jeder Ecke
eine Massage-Bude. Die Suche gestaltete sich schwierig und die
Herausforderung an Rücken und Füße wuchs ins
unermessliche. Jedenfalls gibt es rund um das Trinity-Hotel
im Umkreis von mehreren hundert Metern definitiv mehr 7-11-shops
als Massage-Angebote.
Ich will es nicht zu lang machen (war es aber), wir wurden doch
noch fündig. In der Silom-Road ereichten wir schließlich
die Chang-Foot-Massage, sehr freundlich und gediegen. Vorher
und nachher die Möglichkeit zu duschen, eine Oase der Entspannung.
Eh-Eh ließ sich doch tatsächlich zu der Bemerkung
hinreissen: „sagte ich doch, dass hier in der Nähe
was ist“...
Massiert wurde ich von eine Jüngling,
der mit hoher Stimme sprach und sich Oktaven tiefer räusperte,
aber er hat seinen Job gut gemacht, obwohl –blöd
eigentlich- eine weiblich Massagekraft vorziehe. Nach der Massage
fragte Eh-Eh, sie hatte eine Masseurin: was it a she or a him.
Meine Antwort: i think it was a it... You are baa kam es prompt
zurück.
Die „Silom“
Wir beschlossen, ein wenig die Silom
runter zu flanieren, die Füße machten es wieder mit.
Am Straßen und auf den Gehsteigen das typische Bild von
Verkaufsständen aller Art mit CD´s, Ferngläser,
Spielzeug, Textilien aus Seide und Essensständen. Und alle
10 m junge Männer, die einem mit verschwörerischem
Blick bierdeckelgroße Karten hinhalten, auf denen „DVD/VCD
Life Sex/Porn“ steht. Es spielt dabei keine Rolle, ob
man eine Frau an der Hand hat oder nicht. Wir sind dann kurz
ins Patpong-Viertel eingeschwenkt, weiil Eh-Eh es anregte. Ich
kannte es nur von diversen Berichten. Als dann die Schlepper
der diversen Etablissments auch noch mit ihren Zetteln und Versprechungen
kamen, beschloss ich diesem Bereich den Rücken zu kehren.
Hunger trieb uns schließlich ins
Sand P-Restaurant. Es wurde gerade eine Fish-Promotion mit 20%
Discount auf den Kartenpreis ausgelobt. Na ja, ist wohl nicht
mehr so frisch der Fisch, dachte ich mir, aber was soll´s
ich habe Hunger. Was dann aufgetischt wurde machte mich sprachlos.
Der Fisch sah nicht wie ein Fisch aus, größenmäßig,
sondern wie ein Spanferkel. Das ist natürlich übertrieben,
aber für eine 4-köpfige Familie hätte er zur
Ehre gereicht. Wir haben ihn zu zweit absolut nicht geschafft
und geschmeckt hat er trotz Discounts. Hab auch später
keine Nebenwirkungen verspürt. Dann raus aus dem Restaurant
und back zum Hotel. Ich geh keinen Schritt mehr, Taxi gerufen
und ab ins Hotel. Habe sehr gut geschlafen und an den Raum gewöhn
ich mich auch langsam.