Exotisch essen
Die thailändische
Küche hat natürlich noch viel mehr zu bieten !!!!
Für unsereiner ist es dann aber doch ziemlich exotisch
und gewöhnungs-bedürftig. Für komplett gegrillte
und auf dem Markt angebotenen Hühnerbeine und Hühnerköpfe
mag ja der eine oder andere noch eine gewisse Vorliebe aufbringen.

Thailand
ist zurecht weltbekannt für seine gute Küche. Aber
"diese" Küche meine ich im Moment nicht. Bei
´"der Küche", die ich meine ist die Auswahl
auch sehr vielseitig, so dass auch Speisen auf dem Plan stehen
die bei manchen Touristen das blanke Entsetzen als Reaktion
darauf hervorrufen, wenn sie zum ersten mal erkennen wie reichhaltig
Thailands Küche eigentlich in Wirklichkeit ist.
Die Suppe
mit dem Hühnerbein, also dem unteren Teil mit den Krallen,
kann man vielleicht schon als alltäglich ansehen. Das Krokodilsteak
reisst einen auch nicht mehr vom Hocker und ein Stück Schlange
gebraten oder in der Suppe kann man schon auch einmal versuchen.
Es gibt aber noch mehr, für unser Empfinden ... noch exotischere
Dinge, die dann doch nicht so jedermanns Geschmack sein dürften.
Der "Mutige" kann ja einach mal versuchen ... wie
die angebotenen Speisen schmecken. Natürlich muss man sich
vielleicht anfänglich "etwas überwinden".
Ein Tipp von mir: Einfach nicht daran denken an das was man
gerade versucht. Und man wundert sich dann oft wie gut doch
eigentlich der Geschmack ist. Aber ich geb's ja zu ... es ist
nicht Jedermanns Sache. Und bei dem sogenannten "Stinkefisch",
einer Spezialität aus dem Isaan, habe ich bisher auch noch
nicht den Mut gehabt.
Ein weiterer,
für unsereiner nicht zu vernachlässigender Punkt,
wäre die wirklich höllische Schärfe verschiedener
Speisen. Ich wette, dass Sie den Begriff "scharfes Essen"
vollkommen neu definieren, wenn Sie einmal "echt"
thailändisch, also nicht beim freundlich lächelnden
"Thailänder" hier bei uns nebenan, gegessen haben.
Hat man vergessen bei der Bestellung "not spicy" zu
sagen, sofern man nicht in der Lage ist es in thailändischer
Sprache richtig zum Ausdruck zu bringen, oder diese Worte wurden
überhört (nicht verstanden) ist garantiert, dass man
nach dem ersten Bissen nicht mehr weiss, ist das Essen nun heiss
oder scharf. Man kann aber davon ausgehen, dass man in Thailand
sehr selten heiss ist. Und folglicherweise bleibt also nur noch
"scharf" übrig. Und ab diesem Zeitpunkt hat das
Wort scharf beim Essen für sie eine neue Definition. Aber
keine Angst ... das taube Gefühl im Mund und der höllische
Schmerz auf der Zunge vergehen auch wieder und bleibende Schäden
sind nicht zu erwarten. Aber man ist wieder um eine Erfahrung
reicher. Vielleicht hilft Ihnen dieser Vergleich die Schärfe
in etwa vorstellbar zu machen: Nehmen sie Tabasco und Suppe
im Verhältniss 1:1 (1 Löffel Suppe : 1 Flasche Tabasco).
Der Geschmack dieser "Mischung" ist wirklich recht
mild und die echte Schärfe erreicht man, wenn man dazu
noch eine Handvoll Chilli-Pulver beimischt von Chillis der "härtesten
Sorte" ... Chillis zwei Stufen unter den berüchtigten
"Habaneros".
Die wundersamsten
Essenszutaten gibt es auf den allgegenwärtigen Märkten.
"Ungelegte Eier" und geronnenes Blut, Frösche
(lebend oder schon garfertig zubereitet) sind durchaus noch
als Normalität anzusehen. Etwas differenzierter wird es
dann schon bei den verschiedenen Käferarten oder Scorpionen.
Märkte sind in Thailand sowieso ein Eld Dorado für
Neugierige in Bezug auf Essenszutaten.

Marktstand in Khon Kaen - "ungelegte Eier"

"Waterbug"