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Und da stand er nun, der Fremde, der Farang, und staunte nicht nur, sondern kam sich erst einmal nur noch hilflos vor. Nun gut, die Schuhe hatte er – wie's sich gehört – vor der Haustür abgestreift, die Mutter mit gefalteten Händen (war's auch richtig so?) artig begrüsst. Diese hatte allerdings nichts Besseres zu tun als sich schnell abzuwenden und vor sich hin zu kichern (nahm sie den Farang etwa nicht für voll ?). Und es sollte noch oft gekichert werden. Da kamen sie auch schon, die Nachbarn, ein Farang im Haus, da gibt's zu essen und zu trinken. Und es wurde gegessen, getrunken, getratscht, gescherzt, gelacht, man schielte zu dem Typen, der da verunsichert, weisshäutig und die einheimischen Speisen skeptisch betrachtend krampfhaft bemüht war die landestypische Sitzweise anzunehmen. Sie sind schon seltsam, diese hellhäutigen Ausländer. Sie blicken so ernst, sicher, es ist warm, aber warum haben sie so einen roten Kopf ? Und diese Haut, so weiss und weich. Sie reizt förmlich dazu, mal so richtig reinzukneifen. Und diese Nasen ? Ja, so eine Nase möchte man eigentlich auch haben – dann könnte man sich endlich eine vernünftige Brille zulegen. Irgendwie sehen sie ja ganz gut aus, irgendwie exotisch – und lang sind sie, selbst der Kleine hier ist immer noch länger als unsere stattlichen Männer. Und stimmt es eigentlich, dass sie über so einen monströsen Penis verfügen ? Kann das überhaupt klappen, denn die von unseren Männern – nun, wir mögen sie -, na ja, fragen wir doch seine Frau einmal.
Doch was guckt er so ernst ? Hat er Sorgen, haben wir irgendetwas falsch gemacht ? Vielleicht hat er Hunger, fragen wir ihn einfach, oder Durst. Doch, sie passen gut zusammen, die beiden, hat sie doch Glück gehabt, nun muss sie nicht mehr hart arbeiten, und wenn er ein guter Mensch ist, dann gibt er auch der Mutter und den Kindern von seinem Reichtum etwas ab. Und vielleicht holt er sie wirklich in seine Heimat, man hört ja so einiges...