Mein Entschluss stand fest.
Gleich nach Sonnenuntergang wollte ich das geheimnisvolle Dickicht
besuchen. Ich wollte die Geister hören und, wenn möglich
auch sehen. Den ganzen Tag ließ Jindi nicht locker. Sie
versuchte mich umzustimmen. Als dann die Sonne untergegangen
war und ich aufbrechen wollte, hatte sie Tränen in den
Augen. „Tirak, du bist dumm. Du wirst nicht zurück
kommen! Ich habe keinen Samii mehr, ich bin wieder allein!“
Jindi tat mir leid, aber ich wollte diese eigentümlichen
Geister hören. Gegen ihren Willen brach ich auf. „Dann
nimm wenigstens die Lampe mit“, empfahl sie schluchzend.
„Es gibt auch Schlangen dort.“ Das war ein vernünftiger
Vorschlag. Nachts habe ich etwas gegen Schlangen.
Langsam ging ich in Richtung Dickicht. Es war etwa 50 Meter
entfernt. Leise hörte ich Jindi von der Hütte her
schluchzen. Sonst war alles still. Einige Meter weit hatte mich
ein fremder Hund begleitet. Auch er war inzwischen umgekehrt.
Da Neumond war, konnte ich wirklich kaum etwas sehen. Gut, dass
ich die Lampe hatte. Dann war ich am Dickicht. Ich lauschte,
konnte aber wirklich nichts ungewöhnliches sehen oder hören.
Wie eine feste Wand stand das Dickicht vor mir. Mit der Lampe
leuchtete ich die Umgebung ab. Einer Kobra oder Tschong-Ang
wollte ich hier wirklich nur sehr ungern begegnen. Ein paar
Fledermäuse flatterten unhörbar vorbei. Alles war
ruhig. War waren das wohl für Geräusche, die die Dorfbewohner
zu hören glaubten. Ich war mir ganz sicher, dass es diese
Geräusche nur in der Einbildung der hiesigen Leute gab.
Es blieb ruhig und ich beschloss, zurückzukehren. Dann,
ich schreckte förmlich zusammen, direkt neben mir: „Huuuuuuuuhhh!“
|