zurück
 
 
 

Langsam rollte er raus, der Zug, Richtung Nong Khai, in für Hermann – und auch Paul – unbekannte Gefilde. On taute merklich auf ('Endlich...,' dachte sie nur, 'wäre auch zu peinlich gewesen.'). Nun konnte sie sich getrost dem Kommenden widmen. Zunächst noch langsam ging's an scheinbar wild an die Trasse gewürfelten roh zusammengeschusterten Holzhäuschen vorbei, aus denen schon mal der Schein eines offenen Feuers, eines Fernsehers durchkam oder fröhliches Geplapper schallte. 'Scheint ein zufriedenes Völkchen zu sein.' dachten beide Männer unabhängig voneinander, während sich On zufrieden die letzte mitgebrachte Schultheiss-Dose öffnete, 'und so idyllisch, schöner als im Fernsehen.'

Der Zug hielt noch ein paar mal vorortsmäßig – auch am Flughafen. 'Hätten wir auch hier zusteigen können', ging's Hermann durch den kopf, 'doch Paul wird schon wissen, was er tut.

Die Zeiten zwischen den Stopps wurden länger, inzwischen war's ganz dunkel draußen – wegen der Wärme waren die Türen weit geöffnet. Das Fenster hatte Paul nach einem Hinweis eines Bahnhofsmenschen während eines Zwischenstopps wieder rasch geschlossen, nachdem dieser in darauf aufmerksam gemacht hatte, daß da schon mal jemand lange Finger durchs Fenster macht, wenn der Zug hält. Seine auf deutsch gestellte Frage, wie lang die Finger von den Leuten denn hier sind, blieb unbeantwortet. So hing dann jeder seinen Gedanken nach, während der Zug mit unkrontollierten 70 km/h gen Nordosten fuhr. Man wurde müde, Hermann ging noch mal zum Klo, was für ihn allerdings in ein echtes Abenteuer ausartete, da er fast beim Stehen von der Brille gefallen wäre.

3