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Paul, unser Ostfriese, kam vor ca. 10 Jahren eines Tages überraschend mit einem selbst gefrickelten Wohnmobil auf Mercedes-Chassis-Basis, das den TÜV vermutlich noch nicht einmal vom Hörensagen kannte, in Berlin an.

Nachdem er dann im Verlaufe von zwei Jahren ca. 120 Anwohnerparkplätze nacheinander blockiert hatte, zog man zunächst das Wohnmobil für immer und anschließend Hermann kurzzeitig aus dem Verkehr. Das Städtische Wohnungsamt vermittelte ihm zunächst ein kleines Zimmer bei einer 16-köpfigen Türkenfamilie in Kreuzberg, seit Ende 1998 bewohnt er ein kleines Häuschen in Ferch, gleich hinter Caputh, sehr schön im Wald gelegen.

Dort fühlt er sich wohl, er liebt die Natur, dort kann er sich seiner Lieblingsbeschäftigung widmen: nämlich nichts reden zu müssen. Im selben Jahr fuhr er auch das erste Mal nach Thailand, nach Pattaya, diesem geschichtsträchtigen Ort ca. 120 km so Bangkok. Ob er schon mal woanders in Thailand gewesen war, nun, erzählt hat er bis heute jedenfalls noch nichts. Doch das will nichts heißen. Er scheint allerdings nicht ganz so mittellos zu sein, man munkelt von einer Erbschaft, zumindest ist das Häuschen in Ferch bezahlt. Angeblich habe er es von einem alten pensionierten russischen General gekauft, dem die Wende irgendwie durchgegangen war. Aufgefallen war's dem, als der im Sommer 1998 in einer Trinkpause – Paul hatte bei seinem Einzug einen 80-kubik – Container für's Leergut ordern müssen – eine Menge Autos mit ihm unbekannten Kennzeichen bemerkte. Sein Ruf nach der russischen Miliz verhallte ungehört, weil, wer sollte ihn hören, von denen war ja bekanntermaßen 1998 keiner mehr da ?!

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