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On ist eine stille nun 35-jährige Frau, 162 cm, lange schwarze glänzende Haare, ebensolche Augen, nicht so lang, aber so schwarz, aus Nong Bua Lamphu, aus Bangkok kommend Richtung nordnordost und kurz vor Udon Thani scharf links, dann noch ca. 6 Stunden mit dem Fahrrad oder 1 – 1½ Stunden mit dem Wagen.

Sie hat zwei Kinder ( 8 und 10), alles Mädels, ihr Leben lang hart gearbeitet, auf'm Feld und so, für die kranke Mutter gesorgt und den gesunden Vater. Ihr Mann hatte nach der Geburt des zweiten Mädels das gegeben, was man auch als Fersengeld bezeichnet. Nun, so hatte er wenigstens etwas gegeben. Nachdem denn aus der Nachbarschaft die ein oder andere verschwand, nein, nicht auf Nimmerwiedersehen, ins Ausland nämlich, dachte sie sich eines Tages, natürlich auf Thai: 'Gehst halt auch...'

Über eine Cousine 69-ten Grades, die in Berlin wohnt, bekam sie Kontakt zu einem freundlichem Mann mit seiner Thai-Frau, der ihr – gegen eine geringe Unkostenpauschale – die Fahrt nach Deutschland ins gelobte Land ermöglichte. Eigentlich nur eine Formsache, das Grundstück der Eltern wurde mal eben mit 120.000 THB beliehen, dies für die Unkostenpauschale des freundlichen Menschen aus Jöremani, die restlichen 40.000 THB für's Ticket und die Papiere streckten die Nachbarn gegen einen Freundschaftszins vor.

Mit der Rückzahlung eile es nicht so, sie solle erst mal sehen, daß alles so nach Wunsch klappt, Und so kam sie also vor ca. 4 Wochen nach Berlin, zahlte artig, denn die machten sich ja nun wirklich Mühe, die teure Anzeige in der Zeitung, den ganzen Aufwand. 'Sind tatsächlich nette Leute,' stellte sie nach ihrer Ankunft in der Wohnung fest, 'haben sogar ein Zimmer mit 4 übereinandergestapelten Feldbetten (Restbestände von der NVA), vermutlich für Freunde, wenn die zu Besuch sind und mal ein wenig viel getrunken haben.' Vor Rührung über soviel Menschlichkeit kamen ihr fast die Tränen.

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