Selbstsicher zückte
ich unsere Reservierungsbestätigung, die wir vom Ticketoffice
bekommen hatten. Sie sind hier nicht richtig, sagte der Verwalter
sinngemäß, sie haben für das „Ploy Talee
Ressort“ gebucht, das ist 100 m weiter südlich, sie
können aber gleich am Strand langlaufen, dann können
sie es nicht verfehlen.
Es war früher Nachmittag und die Sonne
gab ihr Bestes, als wir mit dem Gepäck am Saai Kaew Beach
entlangliefen. Nach etwa 100 Metern fragten wir jemanden nach
unserem Ziel, noch etwa 100 Meter hieß es. Ich, der Hauptlastenträger,
war inzwischen völlig durchgeschwitzt. Letztlich waren
es etwa 300 Meter bis „Ploy Talee“. Wofür habe
ich den Taxifahrer bezahlt ? Egal ich konnte endlich duschen.
Vor ein paar Jahren hätten mich die ganzen Unzulänglichkeiten
noch furchtbar aufgeregt, aber mittlerweile habe ich es gelernt,
mich auf diese andere Mentalität einzustellen. Dschai Jen,
ein kühles Herz, so etwas gehört einfach zu Thailand.
Ein lustiges Mißgeschick passierte noch, als ich vor
dem Ablegen des Kahns noch mal kurz an Land ging, um ein paar
Abfälle zu entsorgen. Als ich zurückkam, setzte ich
mich wieder auf die Holzbank auf dem Vorderdeck neben meine
Frau. Nach einigen Sekunden rückte ich näher an sie
ran und drehte mich zu ihr, um mit ihr zu sprechen. Ich erschrak,
denn ich blickte in ein mir völlig fremdes Gesicht einer
jungen Dame. Ich hatte mich in der Sitzreihe geirrt und meine
Frau hinter mir sah mich fragend an. Das Gelächter auf
dem Vorderdeck war groß, denn niemandem der anwesenden
Passagiere war das entgangen.
Wir kamen mit der jungen Dame ins Gespräch, sie arbeitete
auf der Insel als Bedienung in einer Bar. Als wir eines Abends
auf der Dorfstraße entlang schlenderten, rief uns plötzlich
jemand aus einer Bar zu, es war meine Zufallsbekannte. Wir setzten
uns zu ihr und lernten so auch ihre Kollegin Nok kennen. Es
wurde ein lustiger Abend, wobei mich Noi natürlich immer
im Blick behielt.
2. Das Naturschutzgebiet
oder was man hier darunter versteht
Wenn man sich Koh Samed mit der Fähre nähert nimmt
man erst spät die vorhandene Bebauung war. Es gibt hier
eine Bauvorschrift, die nur Gebäude bis zur Wipfelhöhe
der Palmen erlaubt. Die Gebäude sind sehr zurückhaltend
und passen sich gut in die Umgebung ein. Somit ein dicker Pluspunkt.
Sonst sind mir keine Einschränkungen betreffs Naturschutz
aufgefallen.
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