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Oft kam der Vater von Jindi, um sich von mir Geld zu leihen. Anfangs waren es Beträge um 100 Baht. Mit der Zeit stiegen die jeweiligen Forderungen bis auf 1000 Baht. Selbstverständlich habe ich von dem geliehenen Geld auch nicht einen Baht zurückerhalten. Als er einmal vom Markt zurückkam, wo er etliche Fische verkauft hatte und also Geld besaß, sprach ich ihn darauf an. Er schien überhaupt nicht zu verstehen, was ich von ihm wollte.

Das Geld, was er auf dem Markt eingenommen habe, sei ganz anderes Geld als das, welches er sich von mir geliehen habe. Mein Geld habe er beim Spielen verloren – also könne er auch nur zurückzahlen, wenn er beim Spielen gewinne. Bei der inzwischen aufgelaufenen Summe war nie damit zurechnen. Weiterhin bezeichnete er mich als Geizhals (Kii-niao).
Also entschied der Kii-niao, ihm kein weiteres Geld mehr zu leihen, wodurch ich in seinen Augen keinesfalls beliebter wurde.

Nun ist es nicht so, dass ich grundsätzlich nichts gebe. Ich gebe lediglich kein Geld mehr. Jindis Familie kann mit Geld nicht umgehen. Haben sie Geld, so ist dieses in wenigen Tagen ausgegeben – egal, wie groß die Summe ist. Von Zeit zu Zeit helfe ich mit Sach- und Arbeitsleistungen aus. So hatte ich mich bereit erklärt, in Jindis Elternhaus die marode Elektroinstallation zu erneuern. Das Material wollte ich kaufen und die Arbeiten wollte ich ausführen.

Es kam zum ernsten Streit, weil der Alte keinen Strom haben wollte, sondern er wollte, dass ich ihm das Geld dafür gebe. Ich blieb hart und er erhielt kein Geld. Mehrere Tage war ich in seiner Hütte am arbeiten. In glühender Hitze nagelte ich hunderte Meter Kabel und setzte Schalter und Dosen. Er (Jindis Vater) und seine Söhne hockten derweil vor dem Haus und tranken Bier (meins?). Nun glaubt nicht, dass mir auch nur ein Bier angeboten wurde. Es machte auch niemand das Angebot, mir evtl. zu helfen. Ohne Jindi wäre ich sicher verdurstet. Sie holte 3 Flaschen kühles Bier aus meinem Kühlschrank. Davon erhielt ich genau 1 Flasche. Die beiden anderen Flaschen zogen sich die Blutsauger rein. Im Laufe der Zeit verhärteten sich die Fronten.

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