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Eigene Konflikte werden ebenfalls "belächelt" ... d.h. mit einem Lächeln überdeckt. Thais offenbaren sich nie. Dies würde ja eventuell Angriffsfläche für einen potentiellen Feind bieten. Probleme und Sorgen sind also das Problem des Einzelnen alleine für sich und man macht gute Miene (Lächeln !) zum bösen Spiel. Ein Bejammern des eigenen Schicksals würde von innerer Schwäche und als "hässlich" gelten.

Ein Lächeln kaschiert auch peinliche Situationen. Vor allem gehört dazu der "Gesichtsverlust", die Blossstellung der eigenen Person oder ihrer Taten in der Öffentlichkeit. Das Lächeln ist in diesem Falle auch eine Bitte, dass der andere nicht weiter "in der Wunde herumbohrt" und der betroffene dadurch noch beschämter wird. Die Folge könnte durchaus Aggression sein, da er keinen anderen Ausweg aus der Situation mehr weiss.

Ein Lächeln kann aber auch eine Absage sein. Wird eine Bitte oder eine Frage mit einem Lächeln beantwortet bedeutet dies ganz einfach: "Sorry ... das geht nicht !" "Das weiss ich nicht !" oder ähnlich. Thais versuchen brüske Absagen zu vermeiden, da dies Aggressionen bei dem Gegenüber auslösen könnte. Eine Absage wird mit einem Lächeln "freundlicher verpackt" ... halt so, wie man bittere Pillen mit einem Zuckerguss überzieht.


FAZIT: Wenn ich die vorstehenden Ausführungen so gedanklich "überarbeite" kann ich eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass es auch für uns "Farangs" doch besser wäre "lächelnd" durch das Leben zu gehen ! Irgendwie hat dieser Gedanke etwas für sich. Oder ?