Die Chao´le
sind jedoch keine homogene Volksgruppe, sondern unterteilen
sich in drei ethische Gruppen: die Moken, Moklen und Urak Lawoi,
die jeweils auch ihre eigene Sprache sprechen. Heute sind die
drei Zweige der Chao´le durch Heirat weitgehend vermischt.
Nur die Moken waren in früheren Zeiten seefahrende Nomaden,
die sich lediglich während des Monsums an Land niederließen,
während die Moklen und Urak Lawoi in dauerhaften Küstendörfern
siedelten. Sie unterscheiden sich von den Thais durch leicht
rötliche Haare und einer dunkleren Hautfarbe.
Als gesellschaftliche Randgruppe bestreiten
die Chao´le einen ärmlichen Lebensunterhalt als Fischer,
Arbeiter in den Zinnminen oder als Perlen-Taucher. Zum Tauchen
binden sie sich einen schweren Steinbrocken a die Hüfte
und atmen durch einen bis über die Wasseroberfläche
reichenden Schlauch. Der übermäßige Druck, dem
sie ohne Schutzanzug ausgesetzt sind, hat so manchen Taucher
zum Frühinvaliden gemacht. Nicht ungefährlich ist
der Abbau der Schwalbennester, den einige Chao´le in schwindelnder
Höhe betreiben und der zu manchen tödlichen Stürzen
führte.
Viele versuchen ihr Glück im Tourismus
und finden dort ein sicheres Auskommen, so vor allem auf den
Phi-Phi-Inseln und in der Siedlung Rawai, in der man sich auch
an die fotografierenden Touristen gewöhnt hat. Die Kinder
fordern ihren Fototribut in Form von ein paar Baht oder Süßigkeiten.
Ihr Zentrum auf Ko Panyi ist sogar ein turbulenter Touristenmarkt
geworden: Einige Restaurants, meist von Moslems betrieben (Kein
Alkohol), versorgen die Farangs, und in Souvenirläden kann
man Schmuck, Textilien, Korallen und Muscheln kaufen.
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