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Die jüngsten Mönche (Bikkhu) leben zumeist in Gemeinschaftsunterkünften, ältere Mönche haben meist ein eigenes Zimmer, das oftmals auch als Meditationszelle (Kuti) bezeichnet wird. Die Halle Sala) im Wohnbereich dient zugleich als Speiseraum, als Gebetshalle und als Unterrichtsraum, wo der Mönchslehrer die Tempeljungen Lesen und Schreiben lehrt. Hier befindet sich auch eine Küche. Manche Wats sind manchmal so klein, dass sie nur über ein einzige Häusergruppe verfügen.

Bis zu Beginn dieses Jahrhunderts hatte die Sangha noch größerer Bedeutung als heute. Früher waren die Klöster Schulen, Krankenhaus, Altenheim und religiöses Zentrum in einem. Nach der Modernisierung des Staates blieb nur noch die religiöse Funktion der Sangha erhalten, auch wenn selbst heute noch vielen größeren Klöstern Schulen angegliedert sind, die eine nicht geringe Schülerzahl unterrichten. Dazu kommen zwei bedeutende buddhistische Universitäten in Bangkok.

Der Bot ist das heiligste Gebäude im Wat und gehört zum religiösen Bereich. Dort werden vor allem die Ordinationen abgehalten. Im Viharn thront die heiligste Buddha-Figur des Klosters. Der Viharn ist meistens ein hallenförmiges Gebäude, das den Mönchen und Laien als Stätte der Andacht und der Opferungen dient. In manchen (ärmeren) Klöstern kann der Viharn jedoch ganz fehlen und in manchen (reicheren) Klöstern gibt es sogar mehrere. Hier befinden sic auch ein Glocken- und ein Trommelraum. Glocke und Trommel werden dazu verwendet, um die Mönche oder die Gemeinde zu den Andachten oder anderen Gelegenheiten zusammenzurufen.

Bot und Viharn haben typische Merkmale aufzuweisen: Beide Gebäude sollen zu einer Wasserstelle ausgerichtet sein, weil nach der Legende der historische Buddha unter einem Bodhi-Baum die Erkenntnisse fand und dieser Baum an einem Wasserlauf stand. Ist kein Wasserlauf vorhanden, dann bauen die Mönche als Ersatz einen Brunnen. Findet man jedoch auch kein Wasser im Brunnen, was insbesondere im Nordosten vorkommen kann, so sollen die Gebäude zumindest in Richtung Sonnenaufgang weisen. Zudem muss die Zahl der Fenster eines Bot immer ungerade sein, während diese Regel für den Viharn nicht eingehalten werden muss.

Fast jedes Dorf verfügt über einen Wat. Der Bau eines Klosters gilt als höchst verdienstvoll. Derjenige, der nichts spenden kann, hilft beim Bau mit. Natürlich fragt man sich als aussenstehender Farang, warum die Thais ehr Zeit investieren neue Wats zu bauen, statt mehr alte und ältere zu renovieren. Bei der Bevölkerung besteht der Glaube, dass der Verdienst für die Renovierung eines wat dem ursprünglichen Erbauer zugute kommt. Um jedoch einen höheren Verdienst für sich selber zu erlangen, unterstütz man lieber den Bau eines neues Wat oder neuen Gebäudes.

Viele Gläubige vererben nach ihrem Tod z.B. dem nahe liegenden wat Immobilien. Das können frei Grundstücke, Reisfelder oder auch Gebäude mit Land sein. Dadurch kann der Wat sein Areal entweder vergrößern oder z.B. das geerbte Land weiter verpachten, um aus den Einkünften für den Unterhalt des Wat aufzukommen.

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