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Die Behausungen sind recht primitiv und werden mit Bananenblättern abgedeckt. Wenn sich diese nach wenigen tagen gelb verfärben, ziehen die Mrabi weiter. Nach einer ihrer Legenden wurde ihnen dies vom „Geist der gelben Blätter“ befohlen. Weiter heißt es da, daß sie kein Recht hätten Land zu besitzen und zu bebauen. Aus diesem Grund gibt es auch keine Beerdigung bei den kleinwüchsigen Menschen, indem sie ihre Toten begraben oder verbrennen. Sie werden in den Kronen der Bäume bestattet. Nach einer solchen Zeremonie bricht die Sippe das Lager ab und zieht weiter.

Als Ernährungsgrundlage dienen wilde Früchte, Knollenfrüchte wie Yam, Fische und die Tiere des Waldes, die sie bei der Jagd mit Speeren und Blasrohren erlegen. Durch die Entdeckung der Mrabi und den Kontakt zur Zivilisation hat sich die Nahrungsbeschaffenheit und Lebensweise des kleinen Volkes geändert. So tauchen sie immer häufiger auch als einfache Erntehelfer bei den Meo und Yao auf. Es sind Gelegenheitsarbeiter der untersten sozialen Stufe, deren Leistung mit Schweinen und Hühnern entlohnt wird. Geld ist bei ihnen noch unbekannt. Von den Meos lernten sie außerdem auch das Weben, Schmieden und Korbflechten.

Durch die Zuname von Brandrodungen und übermäßigen Kahlschlägen werden die Mrabi sicher bald gezwungen sein, ihre Unabhängigkeit vollständig aufzugeben, wenn der Wald ihnen nicht mehr genügend Nahrung bietet und der Lebensraum immer enger wird. Wie bei den Seezigeunern ist auch bei den Mrabi eine Integration in die thailändische Gesellschaft problematisch. Und so steuern die Mrabi einer ungewissen Zukunft entgegen.