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Den darauffolgenden Sonntag benutzten wir zum alljährlich wiederkehrenden grossen Bangkok-Shopping. Vor allem Kleider mussten her und am Schluss endeten wir eigentlich dort, wo wir immer enden: im Tesco-Lotus bei der BTS-Endstation Onnut.

Nach der Rückkehr ins Hotel haben wir dann mal die hoteleigene Bar ausprobiert und festgestellt, dass die angekündigte Happy Hour nur happy machen würde, wenn denn die Angestellten auch wüssten, was eine Happy Hour überhaupt ist. Nachdem die einzig anwesende Angestellte (es war noch am späten Nachmittag) uns glaubhaft gemacht hat, dass sie erst seit 2 Tagen im Hotel arbeite und nicht genau wüsste was sie in Sachen Happy Hour zu tun habe, haben wir es dann halt dabei belassen. Von diesem Zeitpunkt an hatten wir zu jeder Zeit Happy Hour, wenn diese nette Dame anwesend war!

Am Montag fuhren wir dann um 08.30 Uhr mit dem Taxi in einen Vorort von Bangkok, wo wir den "kleinen" Onkel meiner Frau und dessen Gattin trafen. Wir hatten uns vorgenommen, heute meinem Bruder - ein Eisenbahnfreak - die berühmte Brücke vom Kwai zu zeigen. Anstatt mit einer geführten Tour oder mit der Bahn dorthin zu fahren, nutzten wir diesen Ausflug zu einem kleinen Familientreffen und der Onkel mit meiner Frau fuhr uns den ganzen Tag umher.

Lung Noi
Lung Noi

Wir machten jedoch auf etwa halber Strecke einen längeren Zwischenhalt in Ban Pong. Dort wollten wir einen Bekannten meiner Frau treffen, welcher seit über 2 Jahren im dortigen Wat als Mönch lebt. Meine Frau lernte Phra Erb vor rund 1 ½ Jahren in einem Thailand-Chat im Internet kennen und tauscht sich seither regelmässig mit ihm aus. Nun war es an der Zeit eines Kennenlernens und so haben wir unseren Besuch auf die Mittagsstunden angekündigt.

Im Wat Ban Pong angekommen, wurden wir sowohl erwartet wie auch herzlichst begrüsst. Nach einer kurzen Trinkpause und etwas Small-Talk, führte uns Phra Erb durch den Wat und erklärte uns viele Dinge des dortigen Lebens. Teile des Wats sind über 100 Jahre alt, andere wiederum relativ neu. Phra Erb ist übrigens aus Ueberzeugung Mönch und verlässt den Wat nur selten, wenn er seine alleinstehende Mutter in Kanchanaburi besucht. Ein sehr symphytischer Mensch, welcher mich mit seiner Ansicht des Lebens sehr fasziniert hat. Ich freue mich auf jeden Fall bereits jetzt auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr!

Nach rund 2 Stunden im Wat fuhren wir weiter nach Kanchanaburi, wo wir meinem Bruder sofort die bekannte Brücke zeigten. Es war schon eine ziemliche Umstellung, nur eine knappe Stunde nach der Ruhe im Wat sich plötzlich in Horden von Amerikanern, Engländern, Japanern und thailändischen Gross-Reisegruppen wiederzufinden. Auf jeden Fall hat uns dies sowie die brütende Hitze rasch müde gemacht und so entschlossen wir uns, nach einer kurzen Verpflegunspause zurück nach Bangkok zu fahren.

Kanchanaburi
Kanchanaburi - River Kwai

Die Rückreise dauerte dann viel länger als die Hinreise, weil wir schon in einem Vorort Bangkoks in einem riesigen Stau steckenblieben und fortan nur noch im Schneckentempo vorankamen. Um ca. 20.00 Uhr kamen wir dann aber doch noch beim Hotel an und gingen mit dem kleinen Onkel, seiner Frau und meinen Brüdern noch etwas essen, bevor wir wiederum müde ins Bett fielen.


rechts Phra Erb, links ein befreundeter Mönch von ihm


Wat Ban Pong


Gruppenfoto im Wat: Phra Erb, Lung noi und meine Wenigkeit

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