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Kapitel I -
Wie es begann

Jede Geschichte beginnt irgendwann / irgendwo einmal. Diese Geschichte, wenn es überhaupt als solche bezeichnet werden darf, fängt so an:

Es war 1979, ich war damals als Beamter i. BGS (Bundesgrenzschutz) fuer 2 Jahre an die Deutsche Lufthansa ausgeliehen. Ich war in Italien, Tunesien, Syrien und natuerlich als letzte Station in Bangkok. Ueber meine Aufgaben moechte ich hier keine Worte verlieren. Da es fuer mich immer wichtig war, auf den jeweiligen Stationen Land und Leute wirklich kennen zu lernen, tat ich das auch in BKK. Aber es war immer nur suedlich von BKK und da damals das mit dem Massentourismus noch nicht so doll war (Gott sei Dank) war es bald langweilig. Unser damaliger Stationleiter-Asisstent war ein Einheimischer. Und ich verstand mich echt toll mit ihm. Als ich einige Tage frei hatte, fragte er mich, ob ich das echte Thailand kennenlernen moechte. Natuerlich war ich voll begeistert.

Wir fuhren also los in sein Dorf. Nach 6 Stunden Fahrt und mehreren Hitzekollapse (es war April) fuhren wir von der geteerten Strasse herunter und querfeldein durch den Urwald. Langsam wartete ich auf das beruehmte Schild: Hier ist die Welt zu Ende !, und dann waren wir da. Ohje, dachte ich, wo bin ich hier gelandet? Es war schon dunkel und es gab keine Laternen, geschweige denn Strom. Wir hielten vor einer kleinen Huette, voll aus Holz und auf Stelzen. Wir waren in Kambia, ca. 200km weg von Nongkai. Und dann kamen sie schon: Ich hoerte nur Geschnatter, verstand natuerlich kein Wort, und wurde bestaunt, wie ein Affe im Zoo.

Ich war naemlich der erste Farang, der sich dort verirrt hatte. Dementsprechend sprach sich das sehr schnell herum und binnen einer Stunde war das gesamte Dorf inkl. Buergermeister bei uns versammelt. Ich wurde bestaunt, belaechelt und vorsichtig angefasst. Leute, ich kam mir selten daemlich vor.

Sofort wurde ueberall gekocht und gebrutzelt. Es wurde Singha Bier geholt und Unmengen von einem hoellischen, farblosen Schnaps, bei dem es einem die Fussnaegel verbog, getrunken. Und jeder Schluck und jeder Bissen von mir wurde beklatscht und gefeiert. Ich war der Star !!!! Irgendwann gegen 03.00 Uhr morgens sah ich Sie dann. Ich weiss nicht was es war, aber es war zu spaet.... Bumm, Knall und Peng... der Peter war verloren. Obwohl ich mir geschworen hatte, nie was Ernstes anzufangen. Ich machte meinem Freund und Dolmetscher klar, er solle mich ihr vorstellen. Doch was fuer ein Blick von ihm ? Ein Anderer waere tot umgefallen. Ups ! Irgendwas hatte ich falsch gemacht. Ich winkte ab, konnte aber den Blick nicht von ihr wenden.