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Auch dieser Mann schlug sie brutal. Er schlug sie sogar noch härter als ihr Ehemann. Er hatte Freude daran, Nok wimmernd auf dem Boden kniend zu sehen. Es gefiel ihm, zu hören, wie sie ihn anbettelte, sie nicht weiter zu schlagen. Einmal schlug er ihr ein Glas ins Gesicht. Die Splitter saßen tief in ihrem Fleisch. Ein Splitter verfehlte das Auge nur knapp. Ein anderer Splitter zerschnitt einen Nerv. Von nun an war ihr Gesicht etwas schief. Sie hatte kein Gefühl mehr in der rechten Gesichtshälfte. Täglich wollte ihr Freund Geld von ihr, er brauchte neue Drogen. Wenn sie kein Geld hatte, schlug er sie.

An einem Tag, Nok besaß noch 30 Baht (etwa € 0,75), verlangte er erneut Geld von ihr. Sie gab ihm 20 Baht. Diesen Geldschein zerriß er vor Wut in kleine Fetzen. Er wollte große Scheine. Kleingeld wollte er nicht. Er durchsuchte Nok und fand die weiteren 10 Baht. Zur Strafe schlug er sie unbarmherzig. Als sie vor ihm auf dem Boden lag, ergriff er ihre Hand und brach ihr, wobei er ihr lächelnd ins Gesicht sah, den kleinen Finger der rechten Hand. "Das wird Dich stets daran erinnern, mir nie wieder Geld vorzuenthalten", erklärte er ihr.

Nok wurde erneut schwanger. Sie zog mit ihrem Freund in ihr Dorf. Vielleicht würde es dort besser, dort gab es sicher keine Drogen. Doch ihr Freund bekam Drogen, auch in ihrem Dorf. Hier im Dorf von Nok schlug er nicht nur sie, sondern auch ihre kleine Tochter. Er prügelte das Kind unbarmherzig. An einem Tag, er verlangte wieder Geld, beschuldigte er Nok, Geld heimlich versteckt zu haben. Sie stritt das ab. "Du wirst mir das Versteck verraten", drohte er ihr, "oder ich schlage Dich tot. Wo ist es?" Es gab kein Versteck. Nok hatte kein Geld. Er glaubte ihr nicht. Er schlug sie. Dann band er sie an einen Pfosten, der das Dach des Hauses trug. Von hier aus mußte Nok mit ansehen, wie er ihre kleine Tochter schlug. Sie hörte das Schreien und Wimmern ihres Kindes. Sie konnte nicht helfen und mußte mit ansehen, wie ihre kleine Tochter mißhandelt wurde. Dann zündete er sich eine Zigarette an und drückte die Glut dem Kind auf den Oberarm. Die Schreie ihrer Tochter hat Nok bis heute nicht vergessen.