Heute kam mit der Post mein beantragter Schwerbehindertenausweis. Demnach bin ich jetzt zu 100 % behindert (GdB) und habe das Merkzeichen “G”. Das bedeutet, so wie ich dem beigefügten Merkblatt, entnehme, dass ich jetzt 5 Tage mehr Urlaub erhalte, kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen darf oder eine Steuerermäßigung für die Kfz.-Steuer erhalte. Eventuell weitere “Vergünstigungen” muss ich erst noch aus dem schwierig zu lesenden Merkblatt herauslesen.
Gestern war ich mal wieder, wie so oft in letzter Zeit, im Krankenhaus. Besprechung über das weitere Vorgehen, war das Thema. Der Oberguru der Onkologie, ein wirklich kompetenter Prof., der u.a. in Freiburg war, setzte sich mit mir ca. 1 Stunde lang auseinander. Fazit: Auf Grund der letzten Untersuchungen ist derzeit nur noch eine regelmäßige Überwachung notwendig. Als Termin für die entsprechende Untersuchung wurde der Juni festgelegt.
Am Nachmittag erhielt ich dann überraschenden Besuch von zwei Kollegen meiner Dienststelle. Meinem direkten Vorgesetzten und der Leiter der Kriminalinspektion III. Über den Besuch, habe ich mir wirklich gefreut. Wir unterhielten uns über alle möglichen Themen. Auch über meine eventuelle Rückkehr. Allerdings erhielt ich auch den Hinweis, dass ich, wenn ich als Schwerbehinderter anerkannt werde, der Antrag läuft gerade, schon verlustfrei in den “echten” Ruhestand treten kann. Ich muss zugeben, dass ich soweit noch gar nicht gedacht habe. Mir war lediglich bekannt, dass ich dann 5 Tage mehr Urlaub erhalten werde und ggf. nur die Hälfte an Kfz-Steuer bezahlen muss. Nun muss ich das mal unter dem Aspekt Vorruhestand betrachten.
Danke ! Das Drücken der vielen Daumen scheint, so wie es aussieht, erfolgreich gewesen zu sein. Ich komme gerade aus dem Krankenhaus, wo ich den ganzen Morgen war und in alle möglichen Röhren gesteckt und untersucht wurde. Hernach war dann ein Abschlussgespräch beim Diagnostiker, Radiologie, dieser äußerte sich sehr zuversichtlich. Wie er erkennen konnte: kein weiteres Wachstum, keine weitere Ausdehnung des Tumors und der Metastasen im Kopf. Offensichtlich war die Behandlung “Hölle-Chemo” und die Bestrahlungen erfolgreich. Was natürlich nicht heißt, dass da nichts mehr ist. Man muss das ganze jetzt intensiv beobachten und die weitere Entwicklung absehen. Aber die Sache sieht ganz zuversichtlich aus und ich kann wieder längerfristige Planungen machen. Am 23.02.2010 habe ich einen neuen Termin beim Oberguru der Onkologie im Krankenhaus. Mal schauern was der so sagen kann. Aber für heute bin ich mal sehr zufrieden.
Heute erhielt ich einen Anruf der Landespolizeidirektion Stuttgart, ärztlicher Dienst, Frau Dr. Wehrmann, sie erkundigte sich nach mir, wie es mir im Moment so geht. U.a. fragte sie auch, ob dieses Anschlussheilverfahren, das durch den sozialen Dienst beantragt wurde, mein Wunsch wäre. Was ich natürlich bejaht habe. Frau Dr. Wehrmann sagt zu, dass sie umgehend die Kostenübernahmeerklärung an die Klinik schicken werde und sich bemühen werde, dass ich schon früher die Reha-Kur antreten könnte. Ich bräuchte mich um nicht mehr zu kümmern, das würde alles veranlasst werden. Ein paar Minuten später rief Frau Dr. Wehrmann erneut bei mir an. Sie habe nun alles in die Wege geleitet.
Seit ein paar Tagen bin ich wieder zu hause. Ich habe aber immer noch kleine Probleme. Es kann sein, dass ich plötzlich bewusstlos werde und einfach umfalle. Dann nach ca. 2 – 4 Minuten komm ich dann wieder zu mir und weiss nicht was passiert ist. Das passiert am Tage vielleicht 1 – 2 mal. Das Problem ist, dass ich mich beim Fallen verletzten könnte, was auch schon der Fall war. So habe ich einen Ellenbogen "eingefangen", der im Krankenhaus durch den Chirurgen behandelt werden musste und der mich beim "schreiben" handicapt, da ich den Arm nicht beliebig abwinkeln (bewegen) kann. Es ist also die Gefahr, dass ich mich durch das unkontrollierte "Umfallen" verletze. Problematisch ist das des nächtens, wenn ich aufstehen muss und Conny nicht auf mich aufpassen kann, was sie tagsüber ja macht. Dann sind da noch die Probleme, das ich gar nicht mehr belastbar bin. U.a. hängt das damit zusammen, dass ich so viel abgenommen habe (bin jetzt bei 64 kg) und dadurch Muskelmasse abgebaut wurde. Im Moment, wenn ich das so sehe, habe ich abgemagerte Beine dünn wie "Streichhölzer". Also richtig auffallend dünn. Dann ist da noch das Problem, dass ich nicht oder nur schlecht essen kann. Mir fehlt einfach der Appetit. Und dann ist da noch, als Folge der "Hölle Chemo" noch die Sache mit dem Durchfall. Meldet sich da ein "Stoffwechsel-Ausgang" an, ist es aber allerhöchste Zeit den dafür bestimmten Ort aufzusuchen. Jede Sekunde Verspätung rächt sich und man muss wieder unter die Dusche stehen.
Aber ansonsten klappt alles hervorragend. Zum Laufen als Hilfe habe ich vom Krankenhaus einen Wagen (Rollator) mit nach Hause bekommen, da ich mich vorher eigentlich nur im Rollstuhl habe fortbewegen können. Mit dem Rollator klappt es auch hervorragend. Über die sozialen Dienste im Krankenhaus wurde auch eine Reha-Kur für mich beantragt. Sofern mein (noch) Arbeitgeber der Kostenübernahme zustimmt, von dem ich ausgehe, geht’s am 01.04.10 für mind. 4 Wochen in Kur nach Freiburg. Und von einer Kostenübernahme gehe ich aus. Des weiteren wurde über das Krankenhaus für mich ein Schwerbehindertenausweis beantragt. D.h., wenn ich den habe, bekomme ich zwei Tage mehr Urlaub im Jahr, bin unkündbar (aber seit dem 27 Lebensjahr "Beamter auf Lebzeit"), darf in Bus und Bahn die für Schwerbehinderte ausgewiesenen Plätze benutzen, das Wichtigste ist allerdings, dass es einen steuerlichen Vorteil gibt. Wie sich der genau auswirkt, kann ich natürlich noch nicht sagen. Jetzt warte ich mal auf die Anerkennung als "Vollmonk" durch das Versorgungsamt
Das wär’s mal. Heute etwas ausführlicher. Kali … wie fühlt man sich so nach zwei Wochen "Vollpensionär". Noch "Urlaubsstimmung" oder schon ausgeprägte "Pensionärsstimmung". Trainiert hast du ja schon ein paar Tage dafür ! So wie ich herauslese hast du die gleichen Erfahrungen wie ich gemacht habe, die ich auch hinsichtlich der "hohlen Worte bzw. Aussagen" gemacht habe. Wenn alle, die zugesagt haben, das sie bei mir "mal vorbeischeuen" wollen, wirklich gekommen wären, müsste ich eventuell Platzkarten verteilen. Von den mind. 20 (!!!) sind lediglich 3 (!!!) gekommen. Mein oberster Boss, mein direkter Boss und mein Boss vor 7 Jahren, der also auch schon pensioniert ist.
Drückt mir mal alle zur Verfügung stehenden Daumen. Nächsten Donnerstag muss ich ins Krankenhaus zur CT. da wird sich nun zeigen, ob die Behandlungen angesprochen haben. Ich selbst bin da sehr zuversichtlich.
So wie es aussieht werde ich ab dem 01.04.2010 zur Rehe gehen und zwar nach Freiburg
Na da schein ich während meines Krankenhausaufenthaltes doch einiges verpasst zu haben … was das Schneeschippen betrifft. Und , ich geb`s zu … ich hätte so gerne dabei vom Küchenfenster aus zugeschaut und mein Mitleid verbal zum Ausdruck gebracht:
, dass ich hier was schreibe. Zur Zeit bin ich seit ca. 1 Woche mal wieder im Krankenhaus. Der Grund der Auftenhalts ist die meine permanente Schwäche und der zu niedere Blutdruck. Auch bin ich laufend grundlos umgefallen, was ein starkes Verletzungsrisiko beinhaltete. Nun gut ,,, morgen werde ich entlassen. Alleine Laufen kann ich wieder, wenn auch noch sehr langsam. Vom Gewicht her bin ich auf 65 kg runter. Eine ganz schöne Menge, wenn man mein Anfangsgewicht bei 84 kg betrachtet.
Sieht nicht gerade nach Frühjahr aus, wenn man sich hier so umschaut. Obwohl es, gefühlt, an der Zeit wäre:
Also heute wäre mal wieder “Hölle Chemo” angesagt gewesen. Wäre gewesen, wenn das Blutbild nicht so schlecht gewesen wäre. Aus diesem Grund wurde “Chemo” verschoben. Und ich muss jetzt mehrere Tage Penicillin ein nehmen in der Hoffnung, dass sich das Blutbild bessert.
Aber einen Nebeneffekt hat das Ganze doch. Da Chemo nicht durchgeführt werden konnnte, wurde die Lunge (der Tumor) geröngt und dabei wurde dann erfreulicherweise festgestellt, dass sich dieser begonnen hat zu verkapseln und zurückzubilden. Die Behandlung “Chemo” zeigt also offensichtlich Erfolg. Und wenn man nun noch berücksichtigt, dass die Metastasen im Kopf sich um ca. 1,7 mm zurückgebildet haben, sieht doch alles erfolgversprechend aus.
06 Jan
von Claus - Kategorie: Allgemein
Welzheim (brt). Noch unklar ist der Polizei die Ursache eines Dachstuhlbrandes in einer Doppelhaushälfte in Welzheim am Dienstag gegen 13.30 Uhr, bei dem ein Familienvater leicht verletzt wurde. Da das Gebäude nicht mehr bewohnbar ist, erklärten sich Nachbarn, die gerade in den USA weilen, bereit, der Familie ihr Haus zur Verfügung zu stellen.
Laut Polizeibericht saß die sechsköpfige Familie gerade beim Mittagessen, als sie einen Anruf erhielt und auf diesem Wege mitgeteilt bekam, dass es im obersten Geschoss brenne. Der 48-jährige Vater versuchte das Feuer selbst zu löschen und trug leichte Brandverletzungen davon. Er wurde im Krankenhaus behandelt, auch wegen des Verdachts der Rauschgasvergiftung. Die restlichen Familienmitglieder flüchteten ins Freie. Sie wurden nicht verletzt.
Ein riesiger Rauchpilz stand über dem Wohngebiet. Die Feuerwehr Welzheim rückte dem Brand mit 30 Mann in fünf Fahrzeugen zu Leibe. Der Brandort im Schlesierweg liegt in einer Sackgasse mit schwieriger Zufahrt. Die Welzheimer Feuerwehr löste die Problematik sehr gut und ließ Platz für die nachrückende Drehleiter. Vom Korb der Drehleiter aus wurde ein Löschangriff in das brennende Dach geführt, bevor weitere Feuerwehrleute sich an einen Innenangriff machen konnten. Der Brand konnte binnen anderthalb Stunden gelöscht werden. Der Dachstock des betroffenen Hauses ist nach derzeitigen Erkenntnissen völlig ausgebrannt. Vom DRK waren zwei Rettungswagen sowie der Notarztwagen aus Althütte vor Ort. Die Straßen sind stark vereist, so dass die Einsatzkräfte stark behindert wurden. Es kamen sehr viele Passanten vorbei, sie verhielten sich aber vorbildlich und störten die Arbeiten nicht.
Die Stadtverwaltung bemühte sich noch während der Löscharbeiten um die Unterbringung der Familie. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar und derzeit noch nicht betretbar. Die Sachverständigen der Kriminalpolizei Waiblingen werden erst in den nächsten Tagen konkrete Rückschlüsse auf die unklare Brandursache ziehen können. Auch die Höhe des Schadens kann noch nicht abgeschätzt werden. Fest steht, dass auch der Doppelhauspartner einen Wasserschaden zu beklagen hat.
Die geschädigte Familie kann Gottseidank erst einmal bei Nachbarn unterkommen, die zur Zeit in Amerika sind.
Heute zum ersten Mal wieder ohne Hilfe geschafft: Ca. einen Kilometer Gehen ohne Hilfe. Bin aber platt ohne Ende !!!
So … seit heute bin ich wieder aus dem Krankenhaus zurück. Zwar habe ich körperlich “nicht mehr viel drauf”. Mehr aus 50 m alleine gehen macht etwas Probleme und geht im Moment eigentlich nur im Rollstuhl. Und mit der sonstigen Ausdauer und Belastbarkeit ist es auch nicht weit her. Aber im Moment denke ich auch nicht daran am New-York Marathon mich anzumelden. Das verschieben wird halt mal auf später. Auch mach mir das Schreiben von Texten etwas Probleme.
Als ich so im Krankenhaus lag, ging im Zimmer am Nachmittag zur üblichen Beschuchszeit die Türe auf und meine ehemalige Verlobte trat, erwartungsgemäß ein. Also im Prinzip eigentlich nicht besonderes. Doch dann ging der Türe nochmals auf und dies gesamte “kleine australische Familie” trat ein. Zunächst dachte ich an Fieberhallunination. Was aber nicht sein konnte, da ich kein Fieber hatte. Sie waren alle da. Sie waren alle da … und es war allen war es kalt. Kein Wunder waren sie dich bei 35 Plusgraden in Australien losgeflogen und bei 14 Minusgraden nun hier angekommen. Nun kann Weihnachten aber richtig gefeiert werden. Nein … nicht wegen der extremen Aussentemperatur musste ich, als der Besuch wieder gegangen war, ein paar Tränen wegdrücken. Ab und an bin ich halt doch “zu nah am Wasser gebaut”. Ich wollte nur noch raus aus dem Krankenhaus und nach Hause.
bin ich mal wieder stationär im Krankenhaus. Das mit der körperlichen Schwäche … lag vermutlich am Blutdruck, der gar nicht da war, ebenso wie die weissen Blutkörperchen, die auch verschwunden waren. Nun bin ich ja kein Arzt und schilder das etwas falsch. Kurz und gut … nachdem der Hausarzt da war, wurde ich mit dem Krankenwagen in Krankenhaus gefahren. Und da bin ich nun.
Die Ursache für diesen Erschöpfungszustand, mit dem ich gerade Probleme habe, ist wohl
—> Fatigue
Derzeit habe ich echt etwas grössere Probleme mit den Folgen / Auswirkungen der “Hölle Chemo” und den Bestrahlungen. Irgendwie habe ich eine ausgeprägte körperliche Schwäche, die es mir nicht erlaubt grössere Strecken zu Fuss zu gehen. Auch sind da ab und an noch die Schluckbeschwerden. Ich könnte den ganzen Tag einfach nur schlafen. Aber ich denke, dass sich das alles wieder legen wird und Normalität einkehrt.
Der Kontinent Australien wird im den Faktor 1 der männlichen Personen erhöht. Ja …ich werde nochmals Opa. Noch ein Grund zu kämpfen.
Und die erwartete Niederkunft ist am 13.06. -17.06.2010. Und “Insider” wissen, was am 17.06.2010 wäre. Ich wäre nur zu stolz … das wäre “mein Tag” !!!!
hat heute wieder begonnen. 7 Stunden … eine Ochsentour … wurde heute Chemie in mich über an den Armen rechts und links gelegte Zugänge eingeleitet. Es war echt herb. Unmittelbar nachdem der letzte Chemiebeutel leer und in mir drin war, gings mit dem Taxi nach Heidenheim zur Bestrahlung. Hier habe ich allerdings den Trost, dass es zunächst die letzte vorletzte Bestrahlung war. Morgen ist die 42. und damit vorerst letzte Bestrahlung. Irgendwie machen die mir jetzt doch auch kleinere Probleme. Jetzt sag mir auch der Begriff “fast an hard”, den der behandelnde Arzt anfangs gebraucht hat, was. Ist wirklich hart … die ganze Angelegenheit und heute war es ein wirklich anstrengender Tag und die Belastbarkeitsgrenze wurde beinahe erreicht.
Morgen gehts es weiter. Erst wieder Chemie, aber nicht mehr so lange und soviel, dann die (vorerst) letzte Bestrahlung.
Mitte Januar 2010 ist dann Nachuntersuchung in der Strahlenklink und dann … schauen wir mal inwieweit ein “Erfolg” festzustellen ist.
Im Gespräch in der Strahlenklinkik mit der Chefärztin heute, wurde mir auch nochmals klar gemacht, dass bis zu 6 (!) Wochen sich Wirkungen der Strahlentherapie bemerkbar machen würde. Mit ziemlicher Sicherheit würde es zu einer Persönlichkeitsänderung kommen.
Nun habe ich mich doch, nachdem ich die heutigen Bilder nochmals angeschaut habe, für ein anderes “Schreibtischbild” entschieden:
Nun trage ich ja derzeit, seit die haare komplett weg sind meinen in Australien erworbenen Hut “Modell Indiana Jones”
Ich finde australische Hüte einfach nur cool und habe derzeit mehrere dieser Kopfbedeckungen. Darunter u.a. auch einen original “Cattleman”
Für den 16 Kaninchen sterben mussten und der bei uns schweineteuer ist. Also so in der Preisklasse von ca. 130 €.
Gestern bei der Feier zur Übergabe des Diplombriefes an meine Tochter in Aalen wurde ich von einem wirklichen Kenner angesprochen. Natürlich trug ich auch während dieser Veranstaltung zur ganzen Zeit meinen Lieblingshut. Er fragte mich nach der Herkunft des Hutes und ob dieser aus Australien wäre. Schon an der Frage konnte man erkennen, das ein wirklicher Experte vor mir stand. Er gab sich dann zu erkennen, dass er einen echten in Amerika gekauften Stetson in schwarz trug, den er dann auch aufsetzte
Allerdings werde er sich alsbald und nun da er meinen Hut gesehen hat, den genau gleichen Hut kaufen. Da ihm diese vom Schwung der Krempe her gefielen. Er fragte mich noch nach der Bezugsquelle. Ich sagte spontan natürlich: “vor Ort in Australien” Und hätte mich beinahe selbst ohrfeigen können in dem Moment. Der Mann, er war geschätzt so ca. anfangs der 60er Jahre, schien seine Frage echt ernst zu meinen, war wirklich freundlich … und ich Depp gab ihm so eine blöde Antwort. Sofort versuchte ich die Blödheit meiner Antwort abzuschwächen und nannte noch als mögliche Bezugsquelle, dass man ja heute über das Internet so gut wie alles kaufen bzw. beziehen kann. Wir kamen dann natürlich noch in ein weiteres intensives freundliches Gespräch und redeten noch über Gott und die Welt. Er gab sich als Inhaber einer kleineren Firma zu erkennen und somit war klar, dass wir ein klein wenig politisierten. Es war wirklich ein sympathischer angenehmer Typ.
Unsere Natur ist in Gefahr: Robert Ripberger, Umweltexperte bei der Polizeidirektion Waiblingen, zieht zum Ruhestand Bilanz.
Robert Ripberger geht in Ruhestand: Bei der Polizeidirektion Waiblingen war er Experte für Umweltdelikte – und wenn er von der Natur erzählt, klingt er so weise wie ein alter Indianer.
Waiblingen. 24 Jahre lang hat der Polizist Robert Ripberger Umweltdelikte im Landkreis bearbeitet, erst beim Wirtschaftskontrolldienst, später beim Arbeitsbereich Umwelt und Gewerbe. Er hat miterlebt, wie das Umweltbewusstsein wuchs – und wie es nun, da wirtschaftliche Zwänge überall um sich greifen, wieder zu verkümmern droht.
Rückblende: Im Jahr 1986 färbte der Rhein sich grün. In der Suppe, die aussah wie ein Hexensud, verendeten Unmassen von Fischen. Das Unkrautmittel Atrazin des Konzerns Ciba-Geigy war in großen Mengen in den Fluss geraten. Es war ein Menetekel, ein Warnsignal von apokalyptisch greller Farbkraft.
In dieser Zeit fing Robert Ripberger als Umweltermittler an. „Wer mit offenen Augen durch die Landschaft gelaufen ist“, konnte überall die Sünden sehen: illegale Schrottplätze, PCB-haltiges Trafo-Öl, das einfach weggeschüttet worden war.
Er stürzte sich in die Aufgabe, getragen vom Rückenwind, der in dieser Zeit der gesellschaftlichen Sensibilisierung wehte, er fand Gleichgesinnte, vor allem bei den Wasserwirtschaftsämtern, die Anzeigen erstatteten und Ermittlungshinweise gaben. Wo immer in einem Bach plötzlich die Fische bauchoben trieben, wo immer ein Galvanik-Betrieb sein Giftwasser einfach hatte laufen lassen – Ripberger schritt ein.
Eine angemeldete Kontrolle in einem Betrieb bei Backnang: Eine Abwasserprobe im so genannten Endkontrollschacht ergab blendende Werte. Nichts deutete auf Missstände hin.
Auf den zweiten Blick waren die Analysedaten ein bisschen zu gut – als habe jemand Leitungswasser in den Schacht geleert.
Sie kamen nochmal, diesmal unangemeldet – und fanden ein übles Gebräu. Die Ermittlungsmaschine lief an, zu Tage traten: Abwasserleitungen, die über hunderte von Metern hinweg derart zerfressen waren, dass überall Gift ins Erdreich trat. Der Untergrund war so verseucht von Cyanid und Schwermetallen, dass das Gebäude, das darauf stand, abgerissen werden musste.
Es sprach sich rum, dass man sich nicht alles erlauben kann
Solche Erfolge haben „mit Sicherheit nachhaltige Eindrücke hinterlassen“, glaubt Ripberger. Es hat sich „in Industriekreisen rumgesprochen, dass da Leute sind, die tätig werden.“
Einmal, als sich eine Gemeinde partout nicht um Beanstandungen bei einer Kläranlage kümmern wollte, kam Ripberger mit einem Durchsuchungsbeschluss ins Rathaus. Das war „doch ziemlich einprägsam“.
Ende der Rückblende.
Im Lauf der Jahre ist das Strafrecht im Umweltbereich „immer komplizierter“ geworden. Entsprechend schwerer ist es, Fehlverhalten nachzuweisen. „Ich könnte mir vorstellen, dass das ein Stück weit auch politisch gewollt war“ und „Druck aus dem gewerblichen Bereich“ eine Rolle spielte.
Die Wasserwirtschaftsämter, einst eigenständige Behörden mit beträchtlichem Selbst- und bisweilen Sendungsbewusstsein, wurden den Landratsämtern zugeschlagen – und „ich habe gemerkt: Es kam einfach weniger an Strafanzeigen.“
Überall spürt Ripberger den „Zwang der Verhältnisse“: Bei der Polizei wird das Personal runtergefahren, es gibt im Weiterbildungsangebot kaum noch Umweltlehrgänge, die Staatsanwaltschaften sind bisweilen so überlastet, dass Umweltstraftaten verjähren, bevor sie zur Anklage kommen.
All das, sagt Ripberger, „kann nicht ohne Folgen bleiben“.
Wenn er erzählt, was er um sich her wahrnimmt, klingt er wie ein alter Indianer: „Unsere Natur wird immer ärmer, bloß fällt es niemand auf, weil es ein schleichender Prozess ist.“ Könnte er einmal für zwei Tage die Uhr zurückstellen auf „die Zeit vor 50 Jahren“ – die Leute würden aus dem Staunen nicht mehr rauskommen: Da drüben auf dem Gehweg döste eine Ringelnatter in der Sonne, dort über der Wiese finge sich das Licht auf den Flügeln von Schwalbenschwanz und Trauermantel, und rüttelte man im Frühling an einem Buchenstamm, hörte man es prasseln vor lauter zu Boden plumpsenden Maikäfern.
Vor Jahrzehnten stiegen zur Maikäferbekämpfung die Flieger auf und versprühten ihr DDT. „Man ist in den toten Käfern gelaufen, knöchelhoch“ lagen sie in manchen Waldstücken. Die Wanderfalken aber legten danach zwar noch Eier, „aber es ist nichts mehr ausgeschlüpft“. Die Schalen waren so dünnwandig, dass sie beim Brüten zerbrachen.
Solche „Sünden kriegen wir nicht so einfach los, das sind Dinge, die uns noch lange Zeit verfolgen“: Neulich wurden im Bodensee irritierend hohe DDT-Konzentrationen gemessen – das Gift hatte sich wie ein Schläfer jahrzehntelang unsichtbar und unbeachtet in Gletschern eingelagert und findet nun, in Zeiten des Klimawandels, mit dem Schmelzwasser den Weg ins Tal.
Robert Ripberger ist 60. Den bei der Polizei geltenden Regeln folgend geht er nun in den Ruhestand. Seine berufliche Lebensbilanz lässt sich so zusammenfassen: „Ich bin damals mit viel Begeisterung rangegangen“, es hat „alles gestimmt“, es gab „große Erfolge“ – aber „mein Eindruck, wenn ich jetzt gehe: In den letzten Jahren hat sich diese Entwicklung nicht fortgesetzt. Wir können nicht mehr so effektiv arbeiten, was den Umweltschutz betrifft.“ Wenn die Politik darüber nicht nachdenke, „kommen wir wieder an den Punkt, wo wir Mitte der 80er waren“, als der Rhein umkippte.
„Meine Stelle“, sagt Robert Ripberger, „wird wohl nicht wiederbesetzt.“
Entweder bin ich zu sensibel oder zu hellhörig derzeit … oder aber es ist tatsächlich so. Sehr oft höre oder lese ich das Wort “Krebs”. Heute Nacht erhielt ich eine Email von einem Kollegen, P.S. kennt ihn natürlich, es ist der, der früher ein Hochleistungssportler war und Gewichte im grösseren Bereich stemmte (national und international), er schrieb, dass er auch an “Krebs” erkrankt ist und sich nach mehreren OPs jetzt in Reha befindet. Und “alt” ist er nun wirklich nicht. Welcher Art Krebs bei ihm festgestellt wurde, weiss ich (noch) nicht.
Er tut mir irgendwie leid.
Bei mir selbst herrscht seit gestern etwas euphorische Stimmung, wurde mir doch in Heidenheim mitgeteilt, dass meine Blutwerte, die wöchentlich einmal festgestellt werden, seit drei Wochen in Ordnung sind.
but different !!!
Also die Aussichten: Dese Woche noch und die gesamte nächste Woche noch Bestrahlungen. Die nächste Woche schliesst dann zusätzlich mit einem Zyklus “Hölle Chemo” ab. Mir graust schon richtig davor. Muss ich zugeben.
Dann werden Bestrahlungen und “Hölle Chemo” eingestellt und es erfolgt die “Nachsorge”. Das Bangen und Hoffen kommt also. Irgendwie wäre “Daumendrücken” dann vermutlich gar nicht so arg falsch ? Schaden wird es auf alle Fälle nicht.
… heute war es ein für mich wirklich sehr langer Weg, den ich im Rahmen der mir selbst verordneten Bewegungstherapie, zurückgelegt habe. Ich geb’s ja zu, dass ich, als ich unterwegs war, es zeitweise bereut habe, dass ich mir das angetan habe. Aber ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Und dieses Ziel habe ich mir schon vor Tagen gesetzt. Und heute bot es sich an es zu realisieren. Insider (Peter Sch. und Niko) wissen, das das für mich eigentlich eine Riesenstrecke ist.
Dafür war es noch zu früh:
Und dafür war es schon zu spät:
Ich war wirklich sehr lange unterwegs. Und irgendwann klingelte das Handy und meine ehemalige Verlobte fragte nach, wo ich den wäre. War sie es gar nicht gewohnt, dass ich so lange zu Fuss unterwegs war. Und sie machte sich Sorgen ob meiner langen Abwesenheit. Und irgendwie bin ich nun “platt”. Aber Wiederholung ist angesagt und neue Ziele werden gesetzt. Aber ich war wirklich echt froh, als ich wieder vor der Haustüre stand.
Gestern war es also soweit. Ein langjähriger und angenehmer Mitstreiter wurde 60 Jahre alt und hat damit das “Ziel Pensionierung” erreicht. Genaugenommen ist er natürlich erst in 5 Tagen “richtig” in Pension. Ganz klar, dass er zu diesem Fest geladen hatte und ich mich auch schon, als ich die schriftliche Einladung dazu erhielt, wirklich auf die Teilnahme und für ihn freute. Also, da ich ja derzeit nicht mehr selbst mit dem Auto fahre, holte mich mein bester Kumpel, mit dem ich ca. 34 Jahre unterwegs war, von zu Hause ab. Und es war ein wirklich gelungenes Fest. Ich hatte nicht wie die Tage zuvor mit Schluckbeschwerden zu kämpfen. Im Gegenteil … es war / lief sehr gut. Was ich dann auch (mal wieder) ausgenutzt habe, so wie ich vermeine heute zu spüren.
Und frag mich jetzt keiner um welche Uhrzeit mich mein Kumpel wieder vor meiner Haustüre abgesetzt hat. Ich weiss es im Moment echt nicht mehr. Eigentlich interessiert es für den Moment auch nicht sonderlich. Wir waren, so ist mir noch bekannt, auf alle Fälle die Letzten, die aus dem Lokal gingen.
Danke Robbie für den gelungenen Abend !!!
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