Vermutlich, das ist aber lediglich meine nicht so ernst gemeinte Meinung, schafft es die kleine Schweiz auf diese Art und Weise, dass eigentlich Durchreisende länger im Land bleiben und so dem Land Devisen einbringen. Wenn das so ein Hinterbänklerpolitiker bei uns mitbekommt und sich im “Sommerloch” profilieren will … befürchte ich Schlimmes.
Morgen fahren wir für vier Tage zu einem Besuch meiner Tochter, die dort wohnt und arbeitet in die Schweiz. Am Montag fahren wir zurück, da ich am Dienstag wieder einen wichtigen Termin im Krankenhaus habe. Und ausgerechnet heute wird er:
entlassen. Das Ende der 4 Monate dauernden Untersuchungshaft in der JVA Mannheim, wo er wegen des Verdachts der Vergewaltigung einsaß. Er braucht jetzt aber nicht zu meinen, dass er mit uns mitfahren kann um so wieder günstig in die Schweiz, wo er normalerweise wohnhaft ist, zu kommen. Da läuft auf alle Fälle nichts. Irgendwie habe ich da vielleicht dann doch Vorurteile.
Derzeit ist bis zum 04.08.2020 die Hölle “Chemo” ausgesetzt. Statt diese Mittel erhalte ich Zometa:
[Zometa gehört zur Gruppe der Bisphosphonate und hat von allen derzeit auf dem Markt befindlichen Medikamenten aus dieser Gruppe die stärkste therapeutische Wirkung gegen Knochenmetastasen. Zometa wird als Infusion in eine Vene verabreicht, dabei sollte die Mindestinjektionszeit unbedingt beachtet werden, siehe nachstehend verschiedene Beiträge dazu. Zometa ist sehr teuer; die üblichen vier Injektionen à 4 mg kosten knapp 1300,- EUR (Preis von 2004).
Erhöhung der Körpertemperatur. Patienten unter Zometa berichteten über ein grippeähnliches Krankheitsbild mit Fieber und Knochenschmerzen . Gelegentlich wurde über Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Verwirrung, Durst, Verminderung der Blutzellen (Panzytopenie) und verlangsamten Herzschlag (Bradykardie) berichtet. In den meisten Fällen war keine spezifische Behandlung erforderlich. Die Symptome verschwanden nach einigen Stunden oder Tagen. Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen wurden gelegentlich beobachtet. Es können Hautreaktionen (Rötung und Schwellung) an der Infusionsstelle auftreten. Einige Fälle von Hautausschlag, Juckreiz, Schmerzen in der Brust, Verringerung der Anzahl der Blutplättchen, Kopfschmerzen und Geschmacksstörungen wurden beobachtet. Wie bei anderen Bisphosphonaten (die Substanzgruppe, zu der Zometa gehört) wurde über Fälle von Bindehautentzündung (Konjunktivitis) berichtet. Bei Blut-Tests wurden Hinweise auf eine Veränderung der Nierenfunktion (Erhöhung der Kreatinin-Werte) beobachtet und sehr selten wurde über ein akutes Nierenversagen berichtet. Dies wurde ebenfalls mit anderen Substanzen dieser Klasse beobachtet. Der Kalzium-, Phosphat- oder Magnesiumspiegel im Blut könnte zu niedrig werden.
Besonders zu beachten: Zometa darf nur langsam injiziert werden, sonst kann es zu stärkeren unangenehmen Nebenwirkungen kommen (siehe die nachstehenden Erfahrungsberichte). Die Mindestzeit für die Injektion beträgt 15 Minuten (das ist immer noch wenig im Vergleich zu zwei Stunden bei Aredia). Manche Ärzte oder ihre Helferinnen scheinen das nicht zu wissen oder nicht ernst zu nehmen. Dr. Strum (ein amerikanischer Onkologe, der sich ganz auf die Behandlung von Prostatakrebs spezialisiert hat) empfiehlt sogar, bei der ersten Verabreichung nur eine halbe Dosis zu injizieren, also 2 mg. Andere Ärzte empfehlen, bei der ersten Verabreichung die Zeit auf 30 bis 60 Minuten zu verlängern und das Zometa in 1000 ml Flüssigkeit zu lösen. Monatlich sollten die Blut-, Nieren- und Kalziumwerte kontrolliert werden.
Als Zometa bekannt wurde, machte das Wort von der “Knochenversiegelung” die Runde, das suggeriert, dass die Knochen gegen die Angriffe von Krebszellen vorab gehärtet würden. Inzwischen wissen wir, dass dies ein unzutreffender Vergleich ist. Zometa wirkt dem Knochenab- und -umbau durch den Krebs bei bereits bestehenden Metastasen entgegen.
Heute habe ich mich eigentlich wohl selbst übertroffen:
Filetsteak, medium, mit grünen Pfefferkörnern, grüner, frischer Blatt-Salat der letzten Ernte, angelegt an Champignos von Hand gefüllt mit frischem biologischen Frischkäse. Und ich frage mich nun ernsthaft, ob da überhaupt eine Steigerung überhaupt noch möglich ist.
Ca. 19:00 Uhr. immer noch 32 Grad (plus) und die Sonne scheint noch intensiv. Eigentlich ein ideales “Biergartenwetter. Heute war mir nach aber nach Spearrips, also holte ich den jüngst erworbenen Grill auf die Terrasse, machte in kürzester Zeit eine brauchbare Glut (sehr wichtig!!) und fing ohne Anleitung (!!) mit “kochen” an.
Und es wurde doch was “Brauchbares” daraus trotz meiner eigentlich wirklich sehr beschränkten Kochkünste. Und Paul Bocuse, Johann Lafer, Tim Melzer oder wie die anderen Vorzeigestarköche sind in Vergessenheit geraten
Also da hatte ich ja das Problem, dass ich die letzten Tage einfach umfiel und bewusstlos wurde. Der letzte “Anfall” machte es sogar erforderlich, dass der Notarzt gerufen werden musste und ich in das Krankenhaus eingeliefert werden musste. Dort kam ich, da hier die permanente Überwachung gewährleistet ist, auf die “Schlaganfallstation” und sprach von epileptischem Anfall. Ich war durch den “Anfall” in ein zu diesem Zeitpunkt Strom führendes Stromkabel gestürzt, kam trotz aller Bemühungen von da nicht weg und erhielt über einen doch etwas längere Zeit permanent entsprechende Stromschläge. Nun sollte kontrolliert werde, ob ich nicht auch sonstige Schädigungen durch die Stromschläge erhalten habe.
Es sollte aber noch nach der Ursache für die “Anfälle” gesucht werden. Hierzu war eine Messung der Gehirnströme erforderlich. Hierbei zeigte sich dann auch deutlich, dass hier entsprechende Störungen vorhanden waren, die als Zeichen der Störungen anzusehen sind.
Eine entsprechende medikamentöse Behandlung und entsprechende ärztliche Überwachung ist aber zukünftig erforderlich. Ebenso gilt es körperliche Beanspruchung so weit als möglich zu vermeiden. Rasenmähen, Schneeschippen …. aber auch Autofahren ist also in nächster Zeit nicht drin. So leid mir das bei Rasenmähen und Schneeschippen auch tut.
“Schöne Motivationsidee” … meinte Peter in einem Kommentar. Aber die braucht man heute auch. Es ist regnerisch, trübe und im Vergleich zu den letzten Tagen empfindlich kalt. Hoffentlich ändert sich das bald wieder und es wird bald wieder richtiges “Biergartenwetter”
Bekam ich vorgestern Post. Nun ist das ja nichts Außergewöhnliches. Und Post bekomme ich eigentlich täglich. Diesmal war es aber etwas ganz anderes. Als ich das Kuvert öffnete befand sich darin ein Schreiben entsprechend ich auf dem Hauptzollamt ein Paket abholen soll und es sei auch eine Nachnamegebühr zu entrichten. Auffallend war, dass das Päckchen aus den USA an meine hiesige Adresse geschickt wurde. Nun ich hatte die letzten Jahre, eigentlich sowieso überhaupt noch nie, in Amerika irgendetwas bestellt. Und ich hätte das Päckchen ruhig beim Zoll belassen können. Aber da war sie … diese stark ausgeprägte Neugier bei mir, die ja nicht nur Frauen zueigen ist. Meine ehemalige Verlobte zeigte verbal allerdings auch die Tendenz das Päckchen beim Zoll zu belassen, damit ggf. im Rahmen der stattfindenden Zollauktionen versteigert würde. Aber da war sie … diese sich nicht beseitigen zu lassende Neugier meinerseits. Obwohl ja ständig vor der Annahme nicht bestellter Ware (Pakete/Päckchen u.ä.) gewarnt wird. Im Vorfeld erkundigte ich mich aber sicherheitshalber beim Hauptzollamt und ich erhielt die Auskunft, dass ich die Annahme zu jedem Zeitpunkt würde verweigern können. Diese Auskunft war dem Verdrängen meiner Neugier also absolut nicht dienlich und in Gedanken ging ich alles durch, was ich dachte, dass möglich wäre und das war nicht wenig. Hatte man doch schon vorher jahrelang mit derartigen “Betrügereien” Erfahrungen gesammelt
(Aufdruck: Für den besten Opa in der Welt)
Also ging es dann heute Nachmittag zum Hauptzollamt. Meine ehemalige Verlobte begleitete mich natürlich …. Pfffftttt ! Von wegen “weiblicher Neugier” … und so. Mehrfach musste ich während der Fahrt anhören, dass “sie” es natürlich nicht abgeholt hätte, das Päckchen.
Beim Zollamt staunte ich natürlich gleich. Wurde mir das Päckchen ausgehändigt, nachdem ich meinen Ausweis vorgelegt hatte, ohne dass irgendwelche Gebühren erhoben wurden. Ich erinnerte mich der Zusage, dass ich die Annahme jederzeit verweigern könne. Also, da mir auch der Absender nichts sagte und ich nicht in den Besitz möglicherweise nicht zulässiger Dinge kommen wollte, öffnete ich das tatsächlich an mich gerichtete Päckchen im Beisein des Zollbeamten, nachdem ich mich nochmals vergewissert hatte, dass ich die Annahme jederzeit verweigern könnte. Zum Vorschein kam: 1 Kissen und ein Mousepad (Abbildung sh. oben – für einen Computerfreak) bedruckt mit Bildern meiner beiden Enkel in Australien. Mit allem habe ich gerechnet nur nicht damit. Dass das Päckchen an mich ging, war aus dem Aufdruck auf dem Mousepad: “Für den besten Opa in der Welt” zu schließen. Zudem war durch die Versandffirma ein Zettel begefügt, auf welchem Folgendes stand: “Happy Birthday Opa! Sorry it’s late, but the little girl was late in coming into the world. Love Steffen, Kristy, Liam & Zoe”. Also ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk vom anderen Ende der Welt und keine Lieferung irgendwelcher dubioser Pillen o. ä. aus USA.
Ich geb’s ja zu, dass ich überrascht und berührt war. Bestärkt dieses Päckchen doch meinen Willen, dass ich irgendwann mal wieder nach Australien fliegen (muss) … und zwar sobald als irgendwie möglich !!!!!!
Da ich ja am Ende des Monats ein paar Tage meine Tochter in der Schweiz besuchen möchte und es auch abzusehen ist, dass ich am Jahresende (Weihnachten) meine Enkel in Australien besuchen muss, so lange es noch geht. Krankheitsbedingt und zur Linderung der oft sehr heftigen Schmerzen, bin ich jedoch gezwungen stark morphinhaltige Medikamente, also Betäubungsmittel (BTM) mitzuführen und einzunehmen. Es gilt also die jeweils geltenden Ländereinfuhr-Bestimmungen einzuhalten. Und man weiß ja, dass Australien rigorose Bestimmungen hinsichtlich der Einfuhr derartiger Dinge hat. Also kümmer ich mich jetzt schon um dieses Problem, ich hoffe, dass es somit zeitig genug ist. Die Schweiz, die ja dem “Schengener Abkommen” beigetreten ist, scheint kein größeres Problem zu sein. Ein Formular vom behandelten Arzt ausgestellt (+ ein Ersatzrezept) scheint ausreichend zu sein. Während es nach Australien dann doch etwas umfangreicher zu werden scheint.
Man muss auch berücksichtigen, dass man ja ggf., je nach Fluglinie über Bangkok, Hongkong oder Shanghai fliegt und da einen mehrstündigen Zwischenstopp einlegt. Beim letzten Flug waren es z.Bsp. 17 Stunden Aufenthalt in Hongkong, was etwa einem Tagesaufenthalt entspricht. Es wird also schon etwas komplizierter, dass man hier alles richtig und dahingehend keine Fehler macht. Aber noch habe ich (vermutlich) etwas Zeit, möchte es aber trotzdem nicht bis ganz zum Schluss hinausziehen um am Tag der Abreise absolut sicher zu sein.
diese Angst und Unsicherheit vor dem Fahrradfahren, nachdem mich mein letzter “Ausflug”, der eigentlich ganz gut begonnen hatte, im Krankenhaus, dank dieses epileptischen Anfalls, der nicht vorhersehbar war, endete. Ich werd wohl etwas “langsamer müssen” und mich versuchen auf die Tabletten einzustellen, die ich verschrieben bekommen und die ich mehrfach am Tag nun regelmäßig einnehmen muss. Kleinere Strecken tun es ja auch für den Anfang und von hier aus bis zum “Meeting Point”, Murrhardter Str., ist es ja nicht zu weit. Das werd ich für den Anfang wieder schaffen. Mit dem Auto fahren ist jetzt auf alle Fälle nicht mehr möglich, da ich für andere Verkehrsteilnehmer möglicherweise ein Risiko wäre. Diese Woche habe ich noch mehrere Termine (ärztliche Untersuchung, Ergotherapie, Physiotherapie). Der Terminkalender ist so ziemlich ausgefüllt. “Hölle Chemo” habe ich für diese Woche überstanden. Es wurde die Medikamentierung umgestellt. Jetzt geht es erst wieder in drei Wochen weiter damit.
So langsam muss ich mich auch darauf vorbereiten … Ende Juli für vier Tage: Schweiz !!!!!
Nachdem sich die letzten Tage dann doch einiges ereignet hatte, habe ich nun beschlossen, dass ich die ganzen Ereignisse hier chronologisch aufführe, dann muss ich sie nicht bei allem und jedem wiederholen. Das Ganze begann also damit, dass ich, weil es dann doch erforderlich wurde, einen Zahanrzttermin mit dem Zahnarzt meines Vertrauens plante. Dieser nahm aber vorher Verbindung auf mit meinem Onkologen und nachdem dieser “grünes Licht” gab, stand dem gefürchteten Zahnarztermin trotz immer feuchter werdender Hände meinerseits nichts im Wege. Ausser die natürliche und mir zueigene Zahnarztangst. Kurz vor dem Termin schwang ich mich, natürlich hatte ich wie üblich meinen kleidsamen Fahrradhelm auf, als ich mich über die Querstange des Fahrrades schwang und leicht in die Pedale trat. Zur Zahnarztpraxis, die in der Mitte der Stadt liegt, brauchte ich eigentlich keine 10 Minuten. Die Behandlung selbst war auch im Gegensatz zu früheren Behandlungen ein Pipipax und nach ca. 10 Minuten beendet. Ich verlies also die Praxis um wieder den Rückweg anzutreten. Als ich mich aber wieder über die Fahrradstange schwang, fühlte ich eine gewisse Leichtigkeit und irgendwie das Verlangen, doch einen etwas weiteren Weg zu fahren. Gesagt getan. Ich fuhr also gemächlich in Richtung Umgehungsstrasse. Ich hatte es ja nicht eilig. Kurz vor der Einfahrt in das Wohngebiet “Rötelsee”, zweigt ein gepflegter landwirtschaftlicher Weg u.a. zu einem Pferdegehöft ab. Diesem wollte ich folgen um nach ca. 300 m dort unter einem Baum, auf einem Bänkchen kurz anzuhalten.
Schon während der Fahrt dahin war es mir irgendwie “komisch”. Ich hielt dann bei dem Baum an und wollte vom Rad steigen. Dies gelang mir aber absolut gar nicht. Ich bekam nur ein sehr starkes Kopfzittern und ein, nennen wir es mal ein sehr starkes Angstgefühl. Ich wusste echt nicht was los war. Nur war da diese Angst abzusteigen. Ich wusste genau, wenn ich dies machen würde, würde ich im Stehen umfallen. Aber irgendwie schaffte ich es doch, dass ich vom Rad stieg. Und sofort torkelte ich wie stark betrunken nach Rückwärts und prallte vermutlich gegen die Bank, fiel nach rückwärts und blieb so dann auf dem Rücken liegen. Von jetzt ab kann ich nur noch vage schildern, da ich nicht bewusst alles mitbekam. Als ich dann so in dem Gebüsch, für einen Spaziergänger gar nicht so einfach zu erkennen, erhielt ich in regelmäßigen und kurzen Abständen doch relativ starke Stromschläge. Ich war absolut unfähig einen klaren Gedanken zu fassen und erst recht nicht von dem stromführenden Teil des Zaunes wegzukommen. Es war, wie wenn mich jemand sehr kraftvoll an mir festklammert. Panik machte sich bei mir breit und ich begann zeitweise unartikuliert zu schreien. Es gelang mir einfach nicht von dem Zaun wegzukommen und es waren, so wie ich es verspürte relativ starke Stromschläge, wie ich von dem Zaun der Pferdekoppel erhielt. Ich hatte echt das Gefühl, als ob ich nun so sterben müsste und wurde noch panischer hinsichtlich meiner Bemühungen. Irgendwann muss ich dann wohl bewusstlos geworden sein. Die nachfolgende Schilderung erhielt ich von der zufällig vorbeikommenden Spaziergängerin, bei der ich mich heute für ihre Hilfe bedankt habe. Die Spaziergängerin, Insidern sagt der Name Klotzbücher ja sicher etwas, hat mich, da ich so verdeckt lag auch nicht gleich gesehen. Erst als sie zurückschaute, sah sich mich liegen und sag auch die Stromschläge auf meine Brust einwirken. Sie rannte sofort zu dem Pferdehof und lies den Strom des Zaunes abstellen und Notarzt, Rotes Kreuz und Polizei verständigen. Von dem alles bekam ich gar nichts mit, da ich bewusstlos war und nur unkontrolliert zitterte und unartikuliert schrie. Erst als ich im Fahrzeug des Roten Kreuzes war und durch den Notarzt behandelt wurde kam ich langsam wieder zu mir und nahm meine Umgebung bewusster war. Ich kann wirklich nicht mehr sagen, wie viel Personen sich um mich in meinem Zustand gekümmert haben. Schätze allerdings, dass es mind. 8 – 10 waren. Und das alles wegen mir und meines Anfalls. Ich weiss eigentlich nur noch, dass ich, wenn ich etwas mitbekommen habe, ein panisches Angstgefühl hatte.
Durch das Rote Kreuz und den Notarzt wurde ich umgehend in die Stauferklinik nach Mutlangen verbracht. Dort wurde ich nach eigeheden Untersuchungen in die Abteilung für Schlaganfälle gelegt, da hier eine ausreichende 24-Stunden-Überwachung durch Fachpersonal und Geräte möglich ist und dies wegen möglich Einwirkungen der Stromschläge somit hier gewährleistet ist. Mein Fahrrad, das ich offensichtlich doch noch ordentlich abstellen an der Feld Bank konnte, wurde durch Beamte des örtlichen Polizeiposten sicher verwahrt und durch meinem Freund dann, als ich ihn darum bat, dort abgeholt.
Am kommenden Montag, da habe ich sowieso einen “Chemo-Termin” im Krankenhaus Mutlangen, gehen die Untersuchungen weiter. Der heute untersuchende Professor sprach im Zusammenhang mit der Untersuchung von einem epileptischen Anfall, dem aber medikamentös vorgebeugt werden kann. Vor ca. 14 Tagen, hatte ich einen so ähnlichen Anfall hier im Hause, der allerdings keine Außenwirkung hatte. Ich war “nur” bewusstlos geworden und aus dem Sessel gefallen. Aber die weiteren Symptome (starkes Zittern, Nichtansprechbarkeit) waren die Gleichen.
Fazit für die nächste Zeit: Nicht nur Autofahren fällt aus. Auch Fahrradfahren alleine findet vermutlich in nächster Zeit nicht mehr statt.
Deutschland : Argentinien, 4:0 (!!!). Eine der höchsten Niederlagen, die Argentinien bei einer Fussballweltmeisterschaft je einstecken musste. Ich habe Besuch gehabt von Freunden und es passte … es war ein guter Grund um zu feiern. Mir ging es an diesem Tag auch richtig gut und das Wetter war hochsommerlich. Ich geb’s ja zu. Da ist diese / war diese klammheimliche Schadenfeude !!!
Nicht nur im tropischen Queensland / Australien ist es so, dass mein bei sonnigem Wetter mit dem Laptop /Netbook auf die Terrasse / ins Freie gehen kann. Auch hier ist es zwar nicht immer möglich, aber ab und an schon.
Irgendwie habe ich den Eindruck, als dass die Bilder, die man nach einer so einer erfreulichen Untersuchung im Krankenhaus und bei sonnigem Wetter “irgendwie anders rüberkommen”. Aber ich muss zugeben, dass es mir heute wirklich besser geht. Diese verdammten Schmerzen sind endlich weg.
Und ein klein wenig konnte ich mich auch heute seit langer Zeit mal wieder ein klein wenig in den Haushalt einbringen. Und wenn am Samstag nun noch Argentinien das Fußballspiel verliert und das Wetter für einen Besuch im “Welzheimer Biergarten” geeignet ist … was will man(n) noch mehr ???
Gestern war ein´ganzer Untersuchungstag im Stauferklinikum Mutlangen angesetzt. Früh am Morgen, gegen 07:30 Uhr ging es los mit Blutentnahme und gegen 16:45 Uhr konnte ich das Krankenhaus endlich wieder verlassen nach der letzten Ultraschall-Herz-Untersuchung. Ich, bzw. wir, da ich von meiner ehemaligen Verlobten begleitet wurde, war ich ja nicht alleine, verliesen das Krankenhaus und waren ziemlich geschafft. Die CT-Untersuchung ergaben, dass seit der letzten Untersuchung die Metastasen in der Leber sich verkleinert haben und der Tumor in der Lunge und die Metastasen zumindest nicht grösser geworden waren. Das Ergebnis dieser Untersuchung stimmte mich schon ein klein wenig positiv, wie man wohl verstehen kann. Ich erhielt dann noch zwei Blutkonserven, da meine momentanen Blutwerte nicht ganz in Ordnung sind, was aber als nicht so gravierend bezeichnet werden kann. Es wurde noch festgelegt, dass die nächste “Chemo” (ab 12.07.2020) umgestellt wird auf ein weniger aggressives Mittel mit nicht so gravierenden Nebenwirkungen.
Das liest sich sich so eigentlich sehr gut und ich bin recht zu zuversichtlich und euphorisch. Wichtig ist mir persönlich auch, dass die vorhandenen wahnsinnigen Schmerzen im Rücken und im rechten Fuss weg sein und ich wieder ohne starke Schmerzmittel (BTM) den Tag verbringen kann. Und somit hat sich auch mein Schlafverhalten geändert. Ich kann nämlich wieder nachts durchschlafen.
Wenn die Entwicklung so weitergeht, bin ich recht zuversichtlich, dass ich mein Ziel: “Flug an Weihnachten nach Australien zu meinen Enkeln” doch realisieren kann !!!!
Gestern begann wieder ein neuer Zyklus “Hölle Chemo. Der zieht sich über die ganze Woche hin. Und dieses mal schlaucht es mich wieder gewaltig. Als ich gestern nach Hause kam, hatte ich heftige Rückenschmerzen. Von der Ärztin wurde mir Morphin, also ein BTM, verordnet. Allerdings war diese in der hiesigen Apotheke nicht vorrätig und es musste erst bestellt werden. Lieferung am nächsten Tag. Also verbrachte ich wieder eine unruhige und schlaflose sehr schmerzhafte Nacht. Ich hoffe nur, dass dies die letzte war. Fahrradfahren ist im Moment auch nicht möglich, da durch die Medikamente Schwindel auftreten kann. Mal sehen wie es nächste Woche wird, wenn dieser Zyklus abgeschlossen ist.
Seit heute morgen, 09:33 australischer Zeit hat sich die Einwohnerzahl diese Kontinents um den Faktor 1 erhöht. Baby Zoe Katherina Krieg betrat mit ihren 50,5 cm und 3200 g diesen Kontinent und ich bin zum 2 x stolzer Opa. Mutter und Kind sind wohlauf !!
Nun war ich ja am vergangenen Mittwoch bei der Nachuntersuchung im Klinikum Heidenheim. Dort wurden ja auch anfangs des Jahres die Bestrahlungen durchgeführt. Mit der verantwortlichen Ärztin hatte ich ein langes Gespräch mit großer Offenheit und Direktheit. Nachdem sie sich meine Akten angeschaut hatte in welcher ja die diversen Untersuchungen dokumentiert sind, eröffnete sie mir schonungslos, dass bei mir der Krebs wieder ausgebrochen sei. Ich hätte einen der bösartigsten Erkrankungen dieser Art. Eine Operation zur Entfernung des Tumors in der Lunge sowie der Metastasen sei nicht möglich, da der Krebs im Körper “streuen” würde und somit immer wieder ausbrechen würde. Ich werde wohl damit leben müssen. Ich geb zu, dass ich schon etwas “geknickt” war und eine gewisse Zeit brauchte das zu “verdauen”. Aber noch geb ich nicht auf. Im Gegenteil ! Nächste Woche geht es wieder die ganze Woche über zur "Chemo".
Meine Stimmung ist wie das momentane Wetter:
17 Jun
von Claus - Kategorie: Allgemein
Die letzten Tage hatte ich mit der Firma “Eastpak” zu tun. Eastpak ist Hersteller von Rucksäcken u.a. und gibt für seine Produkte 30 Jahre Garantie. Ich hatte von Eastpak einen Tagesrucksack, der infolge starken Gebrauchs beschädigt wurde. Die Tragegurte waren gerissen. Er war auch ca. 10 Jahre alt und sehr viel in Südostasien unterwegs. Er diente hauptsächlich als Handgepäck für den Flug, Ich schickte ihn mit einem Begleitschreiben an die Firma. Einen Kaufbeleg hatte ich natürlich nicht mehr. Und ich habe dann nichts mehr von der Firma gehört. Da ich ja derzeit etwas Zeit habe, dachte ich mir, dass ich die Firma mal anschreibe. Folgenden Brief schrieb ich also:
Sehr geehrte Damen und Herren,
leider sehe ich mich gezwungen auf diesem Weg mich mit Ihnen in Verbindung zu setzen in der Hoffnung, dass nun Ihrerseits eine Reaktion erfolgt.
Der zugrundeliegende Sachverhalt ist folgender:
Mit Datum 08.11.2009 übersandten wir Ihnen einen Tagesrucksack, der durch normalen Gebrauch beschädigt worden war in Vertrauen auf ihre Garantiezusage. Da bis zum 10.02.2010 keinerlei Reaktion Ihrerseits erfolgte, schrieb ich Sie mit gleichem Datum erneut an. Da wiederum keinerlei Reaktion erfolgte übersandte ich Ihnen mit Datum 19.05.2020 nochmals ein Schreiben mit einer entsprechenden Anfrage. Heute nun erhielt ich mein Schreiben vom 19.05.2010 mit dem Vermerk „Annahme verweigert“ zurück. Ein Paketeinlieferungsschein liegt natürlich nicht vor, da der Tagesrucksack als „Päckchen“ (Porto 4,10 €) versandt wurde. Dem Päckchen wurde natürlich ein entsprechender Garantieantrag (Mängelbeschreibung, meine erforderlichen Daten) beigefügt.
Sie werden nun sicher verstehen, dass ich ziemlich „stinkig“ bin. Auch braucht man wohl den Begriff „Kundenfreundlichkeit“ nicht zu verwenden.
Ich darf Sie nun auffordern, dass Sie mir den Ihnen übersandten Tagesrucksack unverzüglich zurücksenden, damit ich ihn ggf. bei einem örtlichen Handwerker zur Reparatur übergeben kann. Als Termin werde ich mir hier den 30.06.2010 vormerken. Sollte bis zu diesem Tag erneut wiederum keine Reaktion Ihrerseits erfolgen, sehe ich mich gezwungen an eine Straftat, hier „Unterschlagung“ zu denken und die Angelegenheit über einen Rechtsanwalt der zuständigen Staatsanwaltschaft vorzulegen und die Rückgabe auf dem Zivilklageweg zu betreiben.
*****
Ich schaute dann noch im Internet nach und da war doch tatsächlich eine Telefonnummer angegeben unter der man kostenlos die Firma anrufen konnte. Was ich natürlich auch tat.
Nach Schilderung des Sachverhalts erhielt ich die Zusage, dass ich mir aus der aktuellen Kollektion einen Ersatz aussuchen könnte, der mir dann zugesandt wird. Und diese Zusage sogar noch als Email. Wie geschildert. Ich hatte keinerlei Nachweis über den Kauf und die Übersendung des beschädigten Tagesrucksacks:
Das gewünschte Modell BATTER in der Farbe Polar Grey wurde bereits für Sie bestellt und wird in einigen Tagen bei Ihnen angeliefert.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Eastpak® Kunden-Service
+++++
Und tatsächlich. Ich hatte ja Zweifel. Gestern wurde der ausgesuchte Rucksack per DHL angeliefert. Ich muss sagen, dass ich (jetzt) mit der Firma sehr zufrieden bin und ich sie unbedingt weiterempfehlen kann.
Gestern musste ich ein paar Freunde verabschieden. Sie flogen für mehrere Tage nach Spanien und zwar in die Nähe von Alicante. Dort hat einer schon seit längerer Zeit ein Haus, das ihm gehört. Normalerweise wäre ich da auch dabei. Aber die Arzt- Krankenhaus und sonstige Termine waren dagegen. Naja … vielleicht klappt es ja das nächste Mal.
v.l.n.r.: Uli (“Gummibärchen) Zehender, Wolfgang Diener
Vordergrund: Willi Schaile, HG: Uwe Teigesser
Nachdem von meinem Kumpel dankenswerter Weise also mein, sorry, das Fahrrad meines Sohnes, auf Vordermann gebracht worden war, lag es nun an mir, es bestimmungsgemäß zu verwenden. Ich muss zugeben, etwas unsicher war ich schon und ich traute mich anfänglich echt nicht. Aber Fahrradfahren verlernt man nie … und somit wohl auch ich nicht. Ich schwang mich also auf den Drahtesel und …. es klappte. Es stimmte also, daß man es nie verlernt. Auf ruhigen Wegen, wagte ich dann auch schon die erste Ausfahrt. Wenn auch noch etwas unsicher. Am ersten Tag legte ich eine Wegstrecke (lt. Tacho) von knapp über 21 Kilometer zurück und es machte sogar Spass, obwohl es für mich doch sehr anstrengend war. Am Abend war ich dann doch ziemlich platt. Aber man(n) soll ja nie aufgeben ! Und ich hab mir ja ernsthaft vorgenommen, dass ich etwas gegen die körperliche Schwäche unternehmen muss. Ergotherapie und Physiotherapie waren mir dann doch nicht ausreichend genug. Zwar machte das Laufen mit Walkingstöcken auch Spass. Aber mit so einem Fahrrad ist man dann doch etwas flexibler. Am gestrigen Tag legte ich dann erneut ca. 8 KM mit dem Fahrrad zurück. Nur ich hatte ein etwas schlechtes Gewissen. Es fehlte etwas, was mich sicherer gemacht hätte: ein Helm. Also machte ich mich (mit dem Fahrrad) auf den Weg zum örtlichen Fahrrad(zubehör)geschäft und legte mir dort eine Helm zu:
Gut, er sieht nicht so gut aus wie mein bis dato als Kopfbedeckung favorisierter original australischer Hut. Aber er stärkt das Sicherheitsfeeling ungemein, wenn man ihn auf dem Kopf hat und wenn es noch so “komisch”, oder vielleicht eher “ungewohnt” aussieht:
Aber darauf achten, dass meine Frisur nicht durcheinander gerät, muss ich ja im Moment nicht. Aber das Sicherheitsgefühl hat sich stark gesteigert.
Und nachdem mein Kumpel, der also auch mein “Fahrraderater” geworden ist, ein paar Sicherheitsgadgets (Rücklicht und Klingel) aus seinem eigenem Bestand angebracht hat, bestieg ich heute sehr früh am Morgen das Fahrrad. Insgesamt legte ich dann heute wieder ca. 14 Kilometer zurück. Klar für einen Hobbyradler ist dies nicht viel. Aber für mich schon. Auch unter dem Aspekt, dass ich ja erst “angefangen” habe. Zur Physiotherapie und in die Mucki-Bude fuhr ich dann heute auch mit dem Fahrrad. Aber meine vorher gefahrenen Kilometer hängen mir schon noch in den Knochen. Und morgen werde ich dem Rat meines Kumpels folgen und es mal einen Tag lang “kürzer treten”. Er hat ja Recht … es muss nicht alles gleich am ersten Tag und alles sein. Das geht nicht. Und so werde ich also “step by step” weitermachen …. und auf die Hinweise und Tipps meines Kumpels hören. Dafür werde ich mich mal um seinen Laptop kümmern und diesen auf den neusten Stand bringen. Das kann ich besser wie er. Das ist nämlch meine Welt, wenn ich nicht mit dem Fahrrad unterwegs bin. “Eine Hand wäscht die andere” … oder “mano mana lavat”, wie wir alten Lateiner zu sagen pflegen.
Steht schon seit längerer Zeit in der Garage. Es konnte von meinem Sohn nicht mit nach Australien genommen werden. Nun erfüllt es halt seinen Zweck bei mir und ich werd wohl etwas flexibler wieder.
Nicht deutlich zu erkennen: 3,8 (!!) Kilometer hat es schon auf dem Kilometerzähler stehen. Diese bin aber nicht ich gefahren. Sie kamen anlässlich der Überführungsfahrt drauf.
Seit Erstellung dieses Blogs sind vergangen: 10 Monate(n) und 2 Tage(n).
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