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Kein Thai würde es wagen den Geistern das Land zu nehmen ohne ihnen eine neue alternative Wohnung bereitzustellen und sie regelmäßig mit Speis und Trank zu versorgen. Es gibt keine Ausnahmen, ob nun der Bauer mit seinem Reisfeld oder Banken, Kaufhäuser und Weltklasse-Hotels. Wer will schon Missernten oder geschäftliche Misserfolge riskieren ?

Das Individuum gliedert sich in drei Teile, den materiellen Körper (kai), eine eigene und eine freie Seele (winyan und khwan). Gelingt es, das khwan im Körper zu binden, sind Gesundheit, Wohlstand und beruflicher Erfolg die Folge; übrigens der Grund, warum man Kindern einen Wollfaden um das Handgelenk bindet: Man will das khwan an den Körper binden. Nach Krankheit oder Tod kann das khwan den Körper verlassen, manchmal aber wandert es unruhig umher und sucht die Lebenden heim. Gegen solche Totengeister wird bei jeder Totenfeier ein aufwendiger Ritus abgehalten, der verhindern soll, dass das khwan auf die Erde zurückkehrt. Besondere Riten pflegen die Bergvölker im Norden Thailands, bei ihnen spielen Geister eine noch grössere Rolle.

Phii daai hong

Einer der meistgefürchtesten Geister, bei ihm handelt es sich um den Geist eines Menschen der von seinem plötzlichen (gewaltsamen) Tod überrascht wurde, wie z.B. bei einem Auto-Unfall oder Mord.

Bild zur Verfügung gestellt von Günnie

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