Der
Geist des Hauses, hierbei handelt es sich um einen guten
Geist,meist ein verstorbener Familienangehöriger
wie z.B. die Oma oder der Opa der jetzt über die
Hinterbliebenen wacht.
Er
wird auch als Phii puu yaa daa yaai bezeichnet was Großmutter
und Großvater (väterlicherseits und mütterlicherseits)
bedeutet. Diesen Geistern kommt ein besonderer Platz im
Haus zu gute, meist wird ein Regal oder Board über
dem Bett in erhöhter Position angebracht. Dort werden
dann zu verschiedenen Gelegenheiten Räucherstäbchen
entzündet sowie Blumen oder andere Opfergaben abgelegt.
Um
sie bei Laune zu halten werden ihm allerlei Opfergaben
angeboten. Oft wird Nahrung dargeboten wie Reis oder ein
Schweinekopf (der nachdem sich der Geist daran satt gegessen
hat, voll von dem Spender verwertet wird). Aber auch alkoholisches
wie Thai-Wisky oder Tekila sind beim "Phii baan"
gern gesehene Aufmerksamkeiten.
Außerdem
lieben diese Geister die rote Farbe. Darum sieht man auch
oft eine rote Fanta (selbstverständlich mit Strohhalm)
am Geisterhäuschen stehen. Das geht sogar soweit,
dass man Spielzug-Autos (ein Benz sollte es da schon sein)
ins Häuschen stellt. Eine ebenfalls beliebte Opfergabe
ist die Malai (Jassmin-Blumen-Kette), an der man allerdings
vorher nicht riechen sollte wenn sie für die Geister
bestimmt sind.
Phra
phum persönlich, als Figur
aus Holz oder Ton an die Rückwand seines Häuschens gelehnt,
in einer Hand die Fliegenklatsche, in der anderen ein
grosses Buch, kann alle Begebenheiten und Taten durch
das offene Frontportal beobachten und überwachen. Familienereignisse
trägt er in sein Registrierbuch
ein, Respektlosigkeit betraft er durch Alpträume, schlimmstenfalls
durch Raub, Einbruch oder Feuersbrunst. |