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Diese kleine Geschichte stammt von Kolja.


Sawadee kap zusammen,

hier mal eine kleine Geschichten über den Geist von Ban Samkha, den "man who cannot see". (Diese Übersetzung ist zwar irreführend, wird aber so von den Thai dort gebraucht. Gemeint ist: Der Mann, den man nicht sehen kann) Diejenigen, denen er begegnet ist, beschreiben ihn aber als großen, dunklen Mann. Er wohnt in einem kleinen Haus am Dorfrand.

Wie in vielen Dörfern gibt es auch in Ban Samkha einige geistig behinderte Menschen. Darunter auch eine junge Frau, die plötzlich verschwunden war. Sie hatte sich mit dem Fahrrad aufgemacht nach Bangkok, um dort ihre Mutter zu besuchen. Sie wusste allerdings nicht, wo in Bangkok die Mutter wohnt. Na, jedenfalls ist sie wirklich angekommen in der großen Stadt. Dort hat sie sich hingelegt, um zu schlafen. Im Traum erschien ihr "the man who cannot see" aus Ban Samkha, und fragte sie, wohin sie wolle. Sie antwortete ihm, daß sie ihre Mutter sehen will. Als sie aufwachte, befand sie sich vor dem Haus, in dem Mama wohnte!

Die Tante, bei der die junge Thai im Dorf wohnt, hatte natürlich auch ihre Schwester in Bangkok angerufen, um ihr zu sagen, daß die Tochter weg ist. Die Mutter konnte aber nur antworten, daß die Tochter bei ihr sei, sie hatte es mit Hilfe des Dorfgeistes geschafft!

Vor 2 Jahren haben sich 4 Bewohner aus 3 verschiedenen Häusern dazu hinreissen lassen, Fische aus dem Teich des "man who cannot see" zu fangen und zu essen.

Einige Tage später ereignete sich folgendes: Eine Windhose entstand und fegte durch's Dorf. Alle haben das mitbekommen und konnten es mir bestätigen. Es entstand keinerlei Schaden, außer an den 3 Häusern der 4 Fischer. Hier wurden die Dächer abgedeckt, und ein Haus wurde fast komplett zerstört. Sie hätten eben nicht die Fische des Geistes essen dürfen...

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