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Ich habe mir diese Geschichten erzählen lassen, weil immer so viel von dem Geist und seiner Kraft geredet wurde. Die Thais, die mit dabei saßen, haben ehrfürchtig genickt bei den Ausführungen.

Etwas später wurde mir erklärt, daß meine Freundin und ich auch um die Zustimmung des "man who cannot see" bitten müßten. Das haben wir dann natürlich auch getan. Mit einer Flasche Lao Khao, Lotusblumen, Kerzen und Räucherstäbchen als Opfer, verbunden mit einem Gebet. Der Wächter des Schlüssels -ein alter Mann, kein Mönch- hat dem Geist erklärt, wer jetzt hier ist, was wir wollen und das der Geist bitte sein Wohlwollen zu unserer Verbindung geben möge. Es war eine Zeremoie von vielleicht 10 Minuten, aber sehr wichtig für das Ansehen im Dorf. Zwar waren nur meine Freundin, der alte Mann, der Geist und ich direkt anwesend, aber es wurde sehr genau und mit Zustimmung überall registriert. Da uns in den Tagen danach nichts Schlechtes widerfahren ist, wurde unsere Liebe von allen 100%ig akzeptiert.

In dem Dorf gibt es ein Wat, dorthin bringen die Bewohner jeden Morgen die Essenspende. Es sind wirklich gläubige Buddhisten. Aber das ändert nichts daran, daß der Dorfgeist eine große Macht besitzt, und niemals übergangen oder verärgert werden darf. Ohne die Befragung des Geistes und das Gebet zu ihm wird keine größere Sache begonnen, sei es nun eine Anschaffung oder eine Reise.

Soweit mal ein kurzer Einblick in das ländliche Leben mit Geistern im Isaan.