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Unter Abhängigen von harten Drogen herrscht in aller Welt eine hohe Beschaffungskriminalität. Drogen sind in vielen Regionen Thailands ohne größere Probleme zu beschaffen. Zudem ist die Polizei darauf aus, Erfolge in der Drogenszene nachzuweisen. Dabei werden nicht selten Taxifahrer angeheuert, um ahnungslosen Touristen Drogen anzubieten. Bei der Übergabe schnappt dann die Falle zu.

Die ausgelassene Urlaubsstimmung bewirkt vielfach ein geradezu naives Verhältnis zu Drogen, was nicht selten mit einem bösen Erwachen in Polizeihaft endet. Nach Full Moon Parties auf Ko Phangan war schon manch einer gezwungen durch finanzielle Zuwendungen für die Erstellung eines Polizeiberichts und eine hohe Kaution seine Freilassung aus einem der nicht gerade gastlichen thailändischen Gefängnisse zu erwirken. Dann will auch noch der Rechtsanwalt bezahlt werden und so sind im günstigsten Fall einige tausend Euro fällig bevor man vom Immigration Detention Center in Bangkok abgeschoben wird. Weniger Zahlungskräftige dürfen ihre Strafe absitzen. Eine Gewichtsabnahme wird durch dieses "Absitzen" aber mit Sicherheit erreicht.

Wer sich informieren oder abschrecken lassen möchte kann im Klong Prem Central Prison in Bangkok donnerstags von 09.00 - 15.00 Uhr Europäer besuchen, die wegen Drogenschmuggel im Gefängnis sitzen.

Auszug aus einer Schilderung des "realen" Strafvollzugs 

... Durch die Überfüllung der Strafanstalten, schlechte Ernährung, unhygienische Zustände und den Mangel an medizinischer Betreuung, werden viele Insassen krank und nicht wenige verlieren ihr Leben. Tuberkulose und Aids sind in Gefängnissen weit verbreitet. Unfaire Behandlung seitens der Aufseher, der leichte Zugang zu Drogen, die Tatsache, dass verschiedene Kategorien von Gefangenen zusammengewürfelt werden, Vergewaltigung, gegenseitige Unterdrückung und der Kampf um die einfachsten Notwendigkeiten des Lebens sind Bestandteile des alltäglichen Daseins eines Gefangenen. ...