Durch
das Gebiet des Rems-Murr-Kreises führten einst bedeutsame historische
Grenzen:
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der obergermanisch-rätische Limes des
Römerreiches mit den Kastellen Murrhardt und Welzheim
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die schwäbisch-fränkische Stammesgrenze
des Mittelalters (Backnang - Murrhardt)
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die Grenzen der Bistümer Speyer, Konstanz,
Augsburg und Würzburg
Das fruchtbare Remstal
mit seinem frühen Weinbau (1086 erstmalig urkundlich erwähnt)
wurde im 13. Jahrhundert zum Kernland von Altwürttemberg, das
im Osten bis zur Grenzfeste der Markgrafen Schorndorf reichte
und um 1300 durch Backnang aus dem Besitz der Markgrafen von baden
erweitert worden ist. Die wüttembergische Grablege in Beutelsbach
verlegten die Grafen 1321 nach Stuttgart in die Stiftskirche.
Durch wiederholte kleinere
und grössere Verwaltungsreformen entstanden aus den alten Ämtern
und Oberämtern Waiblingen, Schorndorf und Welzheim
sowie Backnang mit Marbach und Gaildorf 1938 die Kreise Waiblingen
und Backnang und 1973 der Rems-Murr-Kreis. Um 1350 zeichnet sich
bei Waiblingen, das sicher vor 1253 württembergisch wurde, erstmal
die Einleitung einer Vogtei ab. Wenn man dies als Ursprung betrachtet,
ist der Rems-Murr-Kreis wohl der älteste Landkreis in Baden Württemberg.
Die Bundesstrassen 14 und
29 bilden die Lebensadern des Rems-Murr-Kreises, der leider über
keine direkte Anbindung an das europäische Strassennetz verfügt.
Innerhalb des Kreisgebiets bemüht sich der Rems-Murr-Kreis durch
Ausbau des Kreisstrassennetzes die Verkehrssituation insbesondere
im strukturschwachen Raum ständig zu verbessern. Dazu gehört auch
der Bau von Rad- und Gehwegen entlang den Kreisstrassen.
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Naturpark Schwäbisch-Fränkischer
Wald. Er wurde 1979 als 60. Naturpark der Bundesrepublik Deutschland
gegründet und liegt in einem einzigartigen Waldgebiet zwischen
Stuttgart und Heilbronn. Mit einer Fläche von rund 904 qkm
umfasst er den Welzheimer-, Murrhardter- und Mainhardter Wald
sowie Teile der Löwensteiner Berge und Waldenburger Berge.
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Archäologischer Park
und Ostkastell in Welzheim. Bereits 1790 wurde am abergermanischen
Limes das Welzheimer Ostkastell vermutet. In den 70er Jahren
Jahren wurde das Westtor rekonstruiert. Die Erweiterung zum
Archäologischen Park umfasst vor allem die Wiederherstellung
des Brunnens, der Lagerringstrasse sowie die Grundmauern eines
Bades. Schautafeln informieren über die dargestellten Objekte.

zur Website der
Stadt Welzheim
Das
sollten Sie auch unbedingt über Welzheim wissen !!! 
Die Geschichte von Welzheim
reicht bis in die Zeit des römischen Reiches zurück:
bereits um 150 n. Chr. bauten die Römer einen Kastellort
mit einer Zivilsiedlung auf. Zur 800-Jahr-Feier der Stadt 1980
wurde das am römischen Obergermanisch-Raetischen Limes gelegene
Ostkastell rekonstruiert und im Jahr 1993 durch einen archäologischen
Park ergänzt; die Reste des Westkastells wurden im Laufe
der Zeit überbaut.
Nach dem Abzug der Römer
liegt die Geschichte der Siedlung im Dunkeln. Im Jahr 1266 erhält
Welzheim das Stadtrecht.
Während der Zeit des
Nationalsozialismus gab es in der Stadt ein kleines Konzentrationslager,
bis heute oftmals euphemistisch als "Polizeigefängnis"
bezeichnet. Der prominenteste Häftling dort dürfte der
Kommunist und Gewerkschafter Friedrich Schlotterbeck gewesen sein,
der der Widerstandsgruppe Luginsland angehörte.
Der
Limes stellt sich in Deutschland als ein Bodendenkmal
von internationaler Bedeutung dar, in seinem Verlauf sind
fast alle Kastelle und Wachtürme ausgegraben, konserviert
und teilweise restauriert worden.
Am
15. Juli 2005 wurde das Bauwerk durch die UNESCO zum Weltkulturerbe
ernannt. Prominentes Beispiel ist die Saalburg bei Bad
Homburg sowie das Doppelkastell in Aalen, die jeweils
bedeutende römische Museen in ihren Mauern bergen.
Im
gesamten Verlauf des Limes wird man weitere Beispiele
dieser Art finden, meistens sind das Wachtürme wie
in Rheinbrohl oder Teilrekonstruktionen eines Kastelles
wie in Welzheim.
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