|
Eine zweifelhafte
Berühmtheit hat Thailand als Ziel des internationalen Sextourismus
erlangt. Schuld daran sind wohl nicht zu einem kleinen Teil ach
so zivilisierte Länder wie das weltbeherrschende und in der öffentlichen
Darstellung so prüde Amerika. Und schuld daran sind diejenigen,
die dem bestimmt noch lange anhaltenden negativen Ruf als "Sextourismusland"
vertrauen und allein aus diesem Grunde in dieses wunderbare und
immer wieder faszinierende Land, dass weitaus mehr zu bieten hat,
als Bordelle und Patpong, nach Thailand reisen.
Mehrere hunderttausend
Prostituierte arbeiten im ganzen Land, von denen sich nur ein
geringer Teil auf Farang-Besucher spezialisiert hat. Meist sind
es junge Mädchen aus der Provinz, die keine weiterführende Ausbildung
genossen haben und aus dem entbehrungsreichen Leben im Dorf ausbrechen,
um sich und ihre Familien ein besseres Leben zu ermöglichen. Vom
Dancing-Girl in einer Go-Go-Bar ist es nicht weit bis zu einem
Massagesalon. Einige Mädchen werden auch von Schleppern in Bordelle
verschleppt oder gar von ihren Familien verkauft. Auf diesem Weg
finden sich selbst Kinder auf dem Strich wieder. In stark zunehmendem
Maße werden Kinder und junge Frauen auch aus den armen Nachbarländern
nach Thailand gelockt und hier zur Prostitution gezwungen.
Das Leben auf der Straße
führt insbesondere für Mädchen häufig in die
Prostitution. Sie kann zwar sehr wohl "selbstgewählt"
sein, um in möglichst kurzer Zeit genügend Geld zu verdienen,
ist aber weit häufiger das Ergebnis von Abhängigkeiten
und direktem Zwang. Insbesondere in Asien führt das Weggeben
durch die Eltern der Kinder an andere Haushalte in entfernten
Regionen, um dort Geld zu verdienen, nicht selten in die sexuelle
Ausbeutung.
weiter
|