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Thailändisch und Deutsch unterscheiden sich sehr. So gibt es Laute die es in der jeweiligen anderen Sprache zusätzlich gibt, andere Laute fallen dagegen weg. So finden Sie im thailändischen z.B. Q und X nicht, Ü und Ö werden ein wenig verändert ausgesprochen.

Thailändisch ist eine tonale Sprache, d.h. jede Silbe wird mit einem festgelegten Ton ausgesprochen. Im Thailändischen gibt es fünf verschiedene Töne, jede Silbe trägt einen dieser Töne. Es ist wichtig das Sie sich mit diesen Tönen beschäftigen.

Zwar werden Sie in manchen Fällen auch verstanden wenn Sie ein Wort falsch betonen, versuchen Sie aber den richtigen Ton zu treffen, das erhöht die Chance das Sie verstanden werden erheblich. Versuchen Sie auch immer in kompletten Sätzen zu sprechen, sollten Sie ein Wort falsch ausgesprochen haben, verstehen die Thais aus dem Satzzusammenhang heraus was gemeint ist.

Die Kompliziertheit liegt aber nicht nur in der Aussprache, sondern auch in der Schrift. Seit dem 13. Jahrhundert benutzen die Thai die schwungvolle Dewanagari Umschrift, die aus dem Mon entwickelt wurde, das wiederum auf der südindischen Pali-Schrift basiert. Pali ist die heilige Sprache der Buddhisten. In Thailand sind die buddhistischen Schriften in Pali verfasst, und die Sprache ist somit (mehr oder weniger gut beherrschtes) Pflichtfach eines jeden Moenches. Pali stammt von Sanskrit ab, der legendaeren "Sprache der Götter", in der die heiligen Schriften des Hinduismus abgefasst sind. Sanskrit und Pali gehören der indo-germanischen Sprachenfamilie an, zu der auch das Deutsche gehört; aus diesem Grund e kommt es zu entfernten Wortaehnlichkeiten zwischen dem Deutschen und dem Sanskrit, die aber fuer den Laien kaum erkennbar sind. Sanskrit und Pali gelten heute als "tote" Sprachen. Sanskrit wird nur in einigen winzigen Dörfern in den Bundesstaaten Kerala und Karnataka gesprochen, in denen die Bewohner bewusst die Tradition aufrechterhalten. Sanskrit erlebte ihre Blütezeit um 400 v. Chr.. Sie ist auch Grundlage zahlreicher asiatischer Sprachen (Thai, Khmer, Hindi u.a.) als auch vieler europäischer Sprachen (ausser Baskisch, Finnisch, Ungarisch, Estnisch und Türkisch) Bis heute gilt Sanskrit als die heilige Sprache der Hindus, in der alle religiösen Schriften Indiens verfasst sind.

Die Thai-Schrift wird horizontal von links nach rechts geschrieben und gelesen. Im Gegensatz zu europäischen Schriften kennt sie keine Satzzeichen, das Satzende deutet lediglich ein Zwischenraum an. Auch zwischeneinzelne Wörtern gibt es keine Abstände. Der Thai-Zeichensatz besteht aus 44 Konsonanten, 28 Vokalen, dazu Doppel- und Dreifachlauten, vier Tonzeichen, weiteren vier Sonderzeichen und 10 Ziffern. Um alles zu lernen, braucht man viel Geduld.

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