Privatübernachtung in
Dörfern
Der richtige Ansprechpartner - Wenn es in einem
Dorf keine Unterkunftsmöglichkeit gibt, wendet man sich an den
Dorfvorsteher. Er wird Gäste zumeist in seinem Haus unterbringen,
denn auf dem Land zählt Gastfreundschaft noch etwas. Ist das
nicht möglich, sollte man andere staatliche oder soziale Autoritäten
(Polizei, Ladeninhaber, Lehrer usw.) aufsuchen. Es ist angebracht,
etwas Geld anzubieten.
Komfort - Jedem Gast sollte klar sein, daß
die meisten Landbewohner beengt leben und keine großen Ansprüche
an Komfort stellen. Auch die hygienischen Verhältnisse entsprechen
meist nicht dem üblichen Standard. Toiletten sind kaum vorhanden,
gebadet wird im Fluß - deshalb sollten Frauen den Wickelrock
nicht vergessen! Ein Wasserlauf ist in Fließrichtung zumeist
in die Sektionen Trinken und Kochen - Baden - Toilette eingeteilt.
Abendliche Unterhaltung - Vor allem in abgelegenen
Gebieten ist die Ankunft von Touristen eine willkommene Abwechslung
und Grund zum Feiern. Besucher sollten sich nicht scheuen, etwas
zur Unterhaltung beizutragen. Das geht auch ohne Worte mit Liedern,
Tänzen, Gesellschaftsspielen oder kleinen Zaubertricks. In nichtmoslemischen
Gebieten wird bei festlichen Anlässen häufig lokaler Alkohol
aufgetischt, dessen Wirkung nicht zu unterschätzen ist. Sobald
sich Leute zum Schlafen zurückziehen, dämpft man die Lautstärke
und bricht ebenfalls bald auf.
|